Zwist wegen Lärm am Biesdorfer Badesee : Streit wird zu körperlichem Übergriff

Weil eine Besuchergruppe am Biesdorfer Badesee andere Gäste um leiseres Verhalten bat, ist am Samstag ein Streit eskaliert. Mehrere Personen wurden verletzt.

Polizei im Einsatz (Symbolbild).
Polizei im Einsatz (Symbolbild).Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Am Samstagabend ist es in Biesdorf zu einem Übergriff mit mehreren Verletzten gekommen. Aus der Bitte um Ruhe war zuvor ein Streit geworden, der zu dem körperlichen Übergriff führte.

Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, habe sich eine Gruppe aus Erwachsenen und einem Jugendlichen am Samstagabend gegen 21 Uhr am Biesdorfer Badesee in der Beruner Straße/Schrodaer Straße aufgehalten. Da eine siebenköpfige Gruppe aus Jugendlichen und jungen Männern sehr laut gewesen sei, hätten die Erwachsenen um etwas mehr Ruhe gebeten. Die Angesprochenen hätten die Erwachsenen aggressiv angefeindet, daraus habe sich ein Streit entwickelt.

Nach Angaben der Polizei soll ein 17-Jähriger auf eine 28-jährige Frau eingeschlagen haben. Zudem erlitt die Frau eine Schnittverletzung am Oberkörper. Ob der Tatverdächtige der Frau auch diese Verletzung zugefügt hat, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Des Weiteren attackierte laut Polizei ein 19-Jähriger einen 29-Jährigen mit einer Glasflasche und fügte ihm eine Schnittverletzung am Kopf zu. Im weiteren Verlauf sollen die beiden Tatverdächtigen auch auf einen 14-Jährigen eingeschlagen und eingetreten haben. Zudem schlug ein bisher Unbekannter einen 28-Jährigen mehrfach mit den Fäusten gegen den Kopf.

Nach dem Übergriff entfernte sich die Gruppe mit den Tatverdächtigen von dem See. Jedoch nahmen alarmierte Einsatzkräfte die Männer wenig später am U-Bahnhof Biesdorf-Süd fest. Der 17-Jährige kam wegen einer durchzuführenden erkennungsdienstlichen Behandlung in Polizeigewahrsam. Dabei versuchte er, sich mit seiner Hose und den angelegten Handfesseln zu strangulieren. Dienstkräfte verhinderten dies. Der 17-Jährige kam anschließend in ein Krankenhaus, wo er zur psychiatrischen Behandlung stationär aufgenommen wurde.

Der 14-jährige Schüler musste wegen der erlittenen Verletzungen ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. Wie die Polizei mitteilte, verzichteten die beiden angegriffenen Männer und die 29-Jährige zunächst auf eine Behandlung.