Probleme bei der Berliner S-Bahn : S21 kommt wahrscheinlich erst 2021

Die City-S-Bahn ist nur eins von Berlins Großprojekten mit Terminschwierigkeiten. Sie soll den Hauptbahnhof mit Nord- und Südtrasse verbinden.

Der Europaplatz am Hauptbahnhof. Er wird bevölkert von Durchreisenden, Zeugen Jehovas und Betlern.
Der Europaplatz am Hauptbahnhof. Er wird bevölkert von Durchreisenden, Zeugen Jehovas und Betlern.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Seit fast 2011 laufen die Planungen, der erste Inbetriebnahmetermin 2017 erwies sich schnell als unhaltbar. Jetzt droht auch der Start der neuen City-S-Bahn in 2020 auszufallen. Wie die Berliner Morgenpost am Mittwoch berichtete, räumte der Projektleiter der Bahntochter DB Netze, Thomas Rüffer, einen deutlichen Verzug ein. Die Bahn prüfe derzeit den Projekt-Zeitplan, eine Inbetriebnahme sei aber wohl erst im Jahr 2021 möglich. Eine verbindliche Prognose sei im Herbst dieses Jahres zu erwarten, heißt es von Seiten der Deutschen Bahn.

Gründe für die Verspätung sind laut Projektleiter Rüffer zeitaufwendige Planänderungen, aufgrund der baulichen Situation rund um den Europaplatz. Diese hätten den Tunnelausbau erheblich erschwert.

Nach der Fertigstellung des ersten Teilstücks der S21 soll zunächst ein provisorischer Bahnsteig nördlich des Berliner Hauptbahnhofs genutzt werden. Ein Halt direkt im Hauptbahnhof soll erst ab 2026 möglich sein. Die geplante S21 soll den Hauptbahnhof zunächst mit dem nördlichen Berliner Ring verbinden, anschließend gen Süden erweitert werden. Bislang ist der Hauptbahnhof nur über die Stadtbahn, die West- und Ostteil der Stadt verbindet, anzufahren. (Tsp)

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