Zukunftsfeld Forschung - eine Chance für Unternehmen?

Seite 2 von 10
Rot-Rot-Grün in Berlin : Zehn Fragen, zehn Antworten zum Koalitionsvertrag

Zukunftsfeld Forschung - eine Chance für Unternehmen?

Besonders forschungsintensive Branchen wie die Pharmaindustrie sind erfreut darüber, dass der künftige Chef der Stadt auch für das Wissenschaftsressort verantwortlich ist. „Die Leistungsfähigkeit im Bereich Wissenschaft und Forschung ist von großer Bedeutung, um diesen für die wirtschaftliche Entwicklung von Berlin so wichtigen Bereich weiter zu stärken“, sagt etwa Bayer-Vorstand Dieter Weinand. „Wir begrüßen und unterstützen es daher, dass dies zur Chefsache des Regierenden Bürgermeisters gemacht wird.“ Auch Peter Albiez, Vorsitzender der Geschäftsführung von Pfizer in Deutschland, sieht das so. „Die Wissenschaftslandschaft in Berlin ist einmalig“, sagte er. „Wir brauchen Austausch und neue Kooperationen zwischen Wissenschaft, Gründern, Industrie und Politik, um aus Berlins Potenzial Zukunft zu machen. Gemeinsam können wir Forschungsergebnisse aus den Labors schneller in konkrete Medikamente übersetzen oder neue digitale Möglichkeiten für eine bessere medizinische Versorgung nutzen.“

Florian Nöll, Vorsitzender des Bundesverbands Deutsche Start-ups, setzt darauf, dass die Rahmenbedingungen verbessert werden, um Ausgründungen an den Berliner Hochschulen zu verbessern. „Gute Forschung ist das eine, diese Forschung auf dem Markt zu monetarisieren und Verbrauchern zugänglich zu machen, das andere“, betont er. Der Verband fordert, dass künftig Urlaubssemester genommen werden können, um ein Start-up zu gründen. Weiter sollten Gründungsaktivitäten Gegenstand der Leistungskriterien der Hochschulfinanzierung werden.

Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!

55 Kommentare

Neuester Kommentar