• Scheiben eingeschlagen, Reifen zerstochen: Anschlag auf Auto von Gewerkschaft der Polizei
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Scheiben eingeschlagen, Reifen zerstochen : Anschlag auf Auto von Gewerkschaft der Polizei

Auf ein Auto der Gewerkschaft der Polizei hat es offenbar einen Anschlag gegeben. Linksextremisten veröffentlichten ein Bekennerschreiben.

Das Auto der GdP stand in einer Tiefgarage am
Das Auto der GdP stand in einer Tiefgarage amFoto: GdP

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat es einen Anschlag auf ein Auto der Gewerkschaft der Polizei (GdP) gegeben. Dabei wurden unter anderem die Scheiben eingeschlagen und die Reifen zerstochen. Die Tat reklamieren offenbar Linksextreme für sich. Das Fahrzeug stand in einer Tiefgarage in der Schöneberger Kurfürstenstraße.

Auf Twitter schrieb Benjamin Jendro, Sprecher der Gewerkschaft der Polizei dazu: „Die GdP hat in der Nacht Besuch von Extremisten bekommen - Unser Betreuungsfahrzeug wurde entglast, Reifen zerstört, im Inneren Flüssigkeit verspritzt. Diese menschenverachtenden Taten schüchtern uns nicht ein, denn wir stehen für einen demokratischen Rechtsstaat.“ Das Fahrzeug wird von der Gewerkschaft benutzt, um Polizisten bei Einsätzen zu versorgen und zu betreuen.

Das zerstörte Betreuungsfahrzeug der GdP.
Das zerstörte Betreuungsfahrzeug der GdP.Foto: GdP

Linksextreme bekennen sich zur Tat

Auf der linksextremistischen Internetplattform „Indymedia“ wurde derweil unter dem Titel „Keine Freunde, keine Helfer: GdP besucht“ ein Bekennerschreiben veröffentlicht. Begründet wird der Anschlag mit der „politischen Einflussnahme der Gewerkschaft“, die darauf abziele, „unter Rückgriff auf stumpfen Rassismus, die Schläger in Uniform zu Opfern zu erklären und einen reaktionären law-and-order Diskurs zu befördern“. Außerdem wurden darin die Gewerkschaft der Polizei ansich sowie einzelne Mitarbeiter diffamiert und auch namentlich benannt.

GdP-Landesvize reagiert auf Anschlag

Die GdP-Landesvize Kerstin Philip nahm in einer Pressemitteilung zu dem Anschlag wie folgt Stellung: „Für derartige Angriffe gibt es keine Rechtfertigung", schrieb sie. Und: „Derartige Aktionen" seien „sinnlos, denn sie werden uns nicht im Geringsten davon abhalten, für demokratischen Werte einzutreten, sie hochzuhalten und sie gegen extremistisches Gedankengut zu verteidigen“.

Bereits in der Vergangenheit seien deutschlandweit Geschäftsstellen und Fahrzeuge der größten deutschen Gewerkschaft für Polizistinnen und Polizisten von extremistischen Gewalttätern beschädigt worden, unter anderem in Bremen und Hamburg, zuletzt die hessische Landesgeschäftsstelle in Frankfurt. Die GdP habe bereits Anzeige wegen Sachbeschädigung und versuchten Einbruch erstattet und mit dem Landeskriminalamt Kontakt aufgenommen. Über eventuelle juristische Schritte gegen die dazugehörige Veröffentlichung auf Indymedia werde in den nächsten Tagen beraten.

 

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