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Online-Kompetenz an Schulen : Sicher surfen
Franziska Felber

Seit diesem Jahr gibt es außerdem das Internet-Seepferdchen für Grundschüler. Dabei werden Grundregeln für das Verhalten im Netz erklärt. Die Adresse, lernen die Schüler, sollten sie online etwa nie preisgeben. Treffen mit Internetbekanntschaften können gefährlich sein – und wenn einem etwas komisch vorkommt, ist es besser, die Eltern zu informieren.

Inhalte wie diese werden im Unterricht vermittelt, in welchem Fach, bleibt der Schule überlassen. Am Ende steht ein Onlinetest, der mit Quizfragen das Wissen der Schüler überprüft. Mehr als 4000 Schüler an über sechzig Grundschulen erhielten im vergangenen Schuljahr ihre Urkunde mit dem Seepferdchen. Nun ist eine solche Internetschulung auch für die Oberstufe geplant.

Um mit den Schülern zu üben, wie man sich im Internet bewegt, benötigen die Schulen jedoch zunächst die technische Ausstattung – und die ist teuer. Für die Umsetzung des E-Education-Masterplans stehen laut Senatsbildungsverwaltung jährlich 1,2 Millionen Euro zur Verfügung. Mit europäischen Fördermitteln und Geldern der Lottostiftung wurde das jährliche Budget bis 2014 auf 5,5 Millionen Euro aufgestockt.

Mittlerweile gibt es an rund 900 Berliner Schulen rund 50 000 Computer, dazu ersetzen zunehmend Beamer und elektronische Tafeln, sogenannte White- oder Smartboards, die herkömmlichen Kreidetafeln. Auf Whiteboards wird mit Spezialstiften geschrieben, das fertige Talfebild kann gespeichert und per Mail verschickt, auch im Netz kann gesurft werden. Dass diese Möglichkeiten bestehen, heißt jedoch nicht, dass sie auch angewandt werden: „In diesem Schuljahr hat erst eine einzige Lehrerin die Internetfunktion des Whiteboards bei uns genutzt“, sagt Schülersprecher Botta.

Die Teilnahme am Masterplan ist für Schulen ohnehin freiwillig. Für die jüngste Ausschreibung haben sich rund 250 Berliner Schulen beworben, deren Lehrer können künftig an Fortbildungen in Medienkompetenz teilnehmen. Tausende Lehrkräfte haben bereits daran teilgenommen – doch das reicht nicht aus, findet der grüne Bildungsexperte Özcan Mutlu.

Bei der Roberta-AG konstruieren Mädchen Roboter.
Bei der Roberta-AG konstruieren Mädchen Roboter.Foto: Thilo Rückeis

Er fordert, dass bereits im Studium eine solche Schulung vorgeschrieben wird. Mit dem Masterplan sei zwar ein richtiger Weg eingeschlagen worden. Dennoch müsse darüber nachgedacht werden, die Lehrer zur Internetfortbildung zu verpflichten. Schließlich sollen die Kinder und Jugendlichen auch etwas von der Technik an ihren Schulen haben.

An der Montessori-Schule ist das der Fall: Ein weiteres Projekt an der Schule ist die Roberta-AG, in der Mädchen unter Anleitung der Diplom-Ingenieurin Sonja Pleuger Roboter bauen und diese am Laptop programmieren. Da werden die Lego-Geschöpfe dann zum Tanzen und Laufen gebracht. „Mädchen können das genauso gut wie Jungen – sie trauen es sich nur manchmal nicht zu und brauchen ein bisschen mehr Ermunterung“, sagt Pleuger. Die zehnjährige Esma prüft währenddessen den Bewegungssensor des gerade selbst konstruierten Roboters.

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