Projekt "Gesund und sicher" : Bitte festhalten!

Jugendliche aus der Wilma-Rudolph-Schule informierten sich über den Arbeitsschutz bei Vattenfall. Für das Zeitungs- und Schulprojekt „Gesund und sicher“ recherchierten sie im Ausbildungszentrum.

Ein Schichtingenieur arbeitet in der zentralen Netzleitwarte von Vattenfall in Berlin (Symbolbild).
Ein Schichtingenieur arbeitet in der zentralen Netzleitwarte von Vattenfall in Berlin (Symbolbild).Foto: Sebastian Kahnert/dpa

„Gesund und sicher“ ist ein medienpädagogisches Projekt, das von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung mit ihren Unfallkassen und Berufsgenossenschaften im Rahmen der Präventionskampagne „kommmitmensch“ initiiert wurde. Schülerinnen und Schüler recherchieren anhand konkreter Beispiele Sicherheits- und Gesundheitsthemen in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen. Bei dem Projekt machen zehn Tageszeitungen in ganz Deutschland mit. Im Tagesspiegel erscheinen auf der Lernenseite Artikel von drei Schülergruppen. In dieser Woche schreiben Jugendliche aus der Klasse 9.3 der Wilma-Rudolph-Oberschule in Dahlem. Sie haben sich im Ausbildungszentrum von Vattenfall in Neukölln über Arbeitsschutz informiert. Außerdem führten sie ein Interview mit den Auszubildenden Sean Campbell, Lovis Geib und Sebastian Finder. Alle drei sind Sicherheitsbeauftragte im technischen Bereich.

Es ist neun Uhr morgens, als wir im Rahmen unseres Zeitungsprojektes „Gesund und sicher“ den Weg zum Aus- und Fortbildungszentrum von Vattenfall in der Naumburger Straße in Neukölln suchen. Warmes, gelbliches Licht erstrahlt aus den kleinen, eckigen Fenstern des Gebäudes. Wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9.3 der Wilma-Rudolph-Schule, wollen herausfinden, was das Unternehmen für gesunde und sichere Arbeitsbedingungen tut.

Wir werden erwartet und laufen dann durch nach Linoleum riechende Flure zu einem lichtdurchfluteten Raum mit hohen Fenstern. Überall am Boden sind gelbe kleine Punkte zu sehen. Diese, so erklärt uns die Sicherheitsbeauftragte, führen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf sicheren Wegen zu den Werkstätten und Arbeitsplätzen.

Sicherheit sei das oberste Gebot, wird uns erklärt. Die Mitarbeiter sollen so gesund wieder nach Hause kommen, wie sie zur Arbeit erschienen sind. In allen Ausbildungsberufen arbeiten Menschen an Anlagen oder Maschinen, die potenziell gefährlich sein können und an denen man sich verletzen kann. Arbeitssicherheit ist deshalb der wichtigste Bestandteil im Rahmen der Ausbildung. Für alle Beschäftigten gibt es Seminare zur Arbeitssicherheit, für alle Lerngruppen gibt es speziell geschulte Sicherheitsbeauftragte.

Die Mitarbeiter von Vattenfall, die uns durch den Tag begleiten, erläutern uns das Sicherheitskonzept bei einer Powerpoint-Präsentation. Da werden zum Beispiel Vorkehrungen wie Schutzbrillen oder Helme für die Arbeiter gezeigt. Außerdem wird erklärt, wie die Mitarbeiter Gefahren selbstständig erkennen können und wie sie auf Gefahren aufmerksam machen sollen.

Danach machen wir einen Rundgang durch das Gebäude. Überall sieht man Warnhinweise und Betriebsanweisungen. Im Treppenhaus gibt es zum Beispiel Hinweise, dass man sich am Geländer festhalten soll. Außerdem sehen wir Schilder, die auf die Gefahren der Handynutzung beim Treppensteigen aufmerksam machen. Dann gehen wir in einen Raum, in dem geschweißt wird. Hier riecht es nach Holz und Metall, überall stehen glänzende Maschinen. Eine junge Frau erzählt uns von ihrem Praktikum und ihrer Ausbildung und betont dann auch, wie wichtig der Arbeitsschutz an den Maschinen ist. So können zum Beispiel lange weite Ärmel und offene Haare gefährlich sein und zu Unfällen führen.

Am Ende unseres Besuchs haben wir den Eindruck, dass diesem Betrieb die Sicherheit seiner Beschäftigten wirklich sehr am Herzen liegt und hier großer Wert auf Arbeitsschutz gelegt wird.

An diesem Projekt haben mitgearbeitet: Malina Diettrich, Chantal Assah, Devi Maya Rahn, August Dossing, Tizia Marad