Projekt "Gesund und sicher" : Mit Filmspots zu mehr Sicherheit

Für das Zeitungs- und Schulprojekt "Gesund und sicher" untersuchten Jugendliche des Wald-Gymnasiums, was die DGUV zur Prävention von Arbeitsunfällen unternimmt

Schülerinnen und Schüler des Berliner Wald-Gymnasiums im Gespräch mit Gregor Doepke von der DGUV.
Schülerinnen und Schüler des Berliner Wald-Gymnasiums im Gespräch mit Gregor Doepke von der DGUV.Foto: Norbert Hilger

„Gesund und sicher“ ist ein medienpädagogisches Projekt, das von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung mit ihren Unfallkassen und Berufsgenossenschaften im Rahmen der Präventionskampagne „kommmitmensch“ initiiert wurde. Schülerinnen und Schüler recherchieren anhand konkreter Beispiele Sicherheits- und Gesundheitsthemen in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen. Bei dem Projekt machen zehn Tageszeitungen in ganz Deutschland mit. Im Tagesspiegel erscheinen auf der Lernenseite Artikel von drei Schülergruppen. Jugendliche des Wald-Gymnasiums in Westend haben sich damit befasst, was die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung zur Prävention von Arbeitsunfällen unternimmt.

Jeder Unfall ist einer zu viel. Dabei steht Deutschland im internationalen Vergleich noch recht gut da, was die Sicherheit und die Gesundheit der Menschen bei der Arbeit betrifft. Für die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) ist das jedoch kein Grund die Hände in dem Schoß zu legen. Sie will, dass die Unfallzahlen weiter sinken. Das Ziel, das sie gemeinsam mit den unter ihrem Dach versammelten Unfallkassen und Berufsgenossenschaften verfolgt, ist eine Arbeitswelt ohne schwere Unfälle und Erkrankungen. Damit diese „Vision Zero“ Realität wird und sich die Zahl der Arbeitsunfälle weiter verringert, setzt die DGUV auf eine Kultur der Prävention. „Wir wollen die Menschen für Gefährdungen an ihrem Arbeitsplatz und auf dem Weg dorthin sensibilisieren und dazu bewegen, sich so zu verhalten und so zu handeln, dass Erkrankungen und Unfälle erst gar nicht auftreten“, bringt Gregor Doepke, Pressesprecher und Kommunikationschef der DGUV, die Vorsorgestrategie auf den Punkt.

Regeln, Vorschriften und auch Verbote sind für mehr Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit ohne Zweifel unerlässlich. Entscheidend ist jedoch, dass die Menschen sie im Arbeitsalltag auch umsetzen. Um das zu erreichen, muss man sie, davon ist Doepke überzeugt, auch auf emotionaler Ebene ansprechen. Die Erfahrung aus vielen anderen Projekten und Kampagnen zeige, dass Kurzfilme, Videoclips dafür besonders geeignet sind. Sie sind anschaulich, kurzweilig, einprägsam und für alle verständlich. Sie spielen auch in der aktuellen „kommmitmensch-Kampagne“ für eine Kultur der Prävention eine zentrale Rolle, unter anderem mit einem eigenen Film- und Media Festival auf der weltweit größten Fachmesse für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit in Düsseldorf im November 2019, das unter dem programmatischen Titel stand: „Bewegtbild verändert das Bewusstsein“.

Videospots mit dem Smartphone

Dabei müssen die Filmemacher keine Profis und die Filme keineswegs professionell hergestellt sein. Jeder kann zum Beispiel mit dem Smartphone kurze Videospots leicht und mit einfachen Mitteln erstellen. Das war auch das Besondere an dem Film- und Media Festival auf der Messe. „Nicht das, was super professionell ist, ist immer das Beste“, betont Doepke. „Für mich ist wichtig, dass die Filme einer in sich stimmigen Storyline und Dramaturgie folgen und ihre Botschaft originell und kreativ und mit Emotionen und Humor vermitteln.“

Von der Strategie, mit kurzen Videospots möglichst viele Menschen für mehr Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit zu sensibilisieren, das Bewusstsein zu schärfen und dann auch das Verhalten und Handeln am Arbeitsplatz im eignen Interesse und dem der anderen zu prägen, ist auch Christoph Benning überzeugt. Vor zehn Jahren bereits hat Benning das Portal www.arbeitsschutzfilm.de mit kurzen Filmbeiträgen zu Themen und Fragen des Arbeitsschutzes und der Gesundheitsförderung aufgebaut, das inzwischen zu einer Mediathek mit rund 500 Filmen angewachsen ist und ständig erweitert wird. Aus eigener langjähriger Erfahrung als verantwortlicher Sicherheitsingenieur aktuell bei der Autobahn GmbH und davor bei der Berliner Stadtreinigung weiß Christoph Benning, wo man ansetzen sollte, wie man die Menschen am besten mitnimmt, damit die Standards bei der Sicherheits- und Gesundheitsvorsorge im Arbeitsalltag auch gelebte Praxis werden. Die Filmspots zeigen, wie es geht.