Projekt "Gesund und sicher" : Wenn die Mülltonne auf den Rücken geht

Schülerinnen und Schüler der Wilma-Rudolph-Schule besuchten im Rahmen des Zeitungs- und Schulprojekts „Gesund und sicher“ die Berliner Stadtreinigung.

Ein Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung bei der Arbeit. 
Ein Mitarbeiter der Berliner Stadtreinigung bei der Arbeit. Foto: Tobias Kleinschmidt dpa

„Gesund und sicher“ ist ein medienpädagogisches Projekt, das von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung mit ihren Unfallkassen und Berufsgenossenschaften im Rahmen der Präventionskampagne „kommmitmensch“ initiiert wurde. Schülerinnen und Schüler recherchieren anhand konkreter Beispiele Sicherheits- und Gesundheitsthemen in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen. Bei dem Projekt machen zehn Tageszeitungen in ganz Deutschland mit. Im Tagesspiegel erscheinen in den kommenden Wochen auf der Lernenseite Artikel von drei Schülergruppen. Den Anfang macht die Klasse 7.3 der Wilma-Rudolph-Oberschule in Dahlem.

An einem Freitag im Januar besuchen wir, die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7.3 der Wilma-Rudolph-Oberschule, die Berliner Stadtreinigung (BSR) in Tempelhof. Pünktlich um kurz vor 11 Uhr kommt uns der Leiter der Abteilung Arbeitssicherheit, Thorsten Albrecht, entgegen und begrüßt uns herzlich. Außerdem begrüßen uns Matthias Hellwig, ebenfalls von der Abteilung Arbeitssicherheit, Pressesprecher Thomas Klöckner und ein Werkstudent, Nico Gorsitzki.

Wir gehen in einen Seminarraum und sehen uns Präsentationen zum Thema „Arbeitsschutz und Gesundheit bei der Arbeit der BSR“ an, dabei erfahren wir auch viel über das landeseigene Unternehmen. Zum Beispiel, dass die BSR eine Anstalt des öffentlichen Rechts ist und dass man mit der aus dem Abfall gewonnenen Energie eine 12 000-Einwohner-Stadt mit Strom und Wärme versorgen kann. Die Hälfte der Flotte der Müllautos werden mit Methangas aus Bioabfällen versorgt.

Wir erfahren, dass 40 Prozent der Arbeitsunfälle durch Stolpern, Stürzen und Ausrutschen geschehen. Deshalb legt die BSR großen Wert auf den Schutz der Beschäftigten. Zur Ausrüstung gehören unter anderem Schutzbrillen, Schuhe mit einer Stahlkappe und Spezialsohle und individuell angefertigter Gehörschutz. Die Mitarbeiter tragen Westen und Hosen in knalligem Orange, um stets aufzufallen und im Dunkeln nicht übersehen zu werden.

Jeder im Unternehmen hat die Aufgabe, für die Gesundheit der Mitarbeiter zu sorgen. Es gibt sogar spezielle Betriebsärzte bei der BSR.

Dann machen wir eine praktische Übung. Zwei Schüler ziehen eine Weste an, die innen am Rücken mit kleinen Nadeln bestückt ist. Damit soll verdeutlicht werden, dass das Hochheben einer Mülltonne Schmerzen hinterlassen kann.

Im Anschluss informieren uns die Mitarbeiter über die sogenannte Roadshow der BSR. Das ist eine jährliche Aktion zu Arbeits- und Gesundheitsthemen. Sie wird durch die Betriebshöfe geschickt, und die Beschäftigten können sich zum Teil auf spielerische Art über Arbeits- und Gesundheitsschutz informieren. Die Roadshow ist wie eine Messe aufgebaut. Man geht mit einer Laufkarte alle Stationen ab und lässt sie abstempeln, wenn man eine Übung absolviert hat. Die Themen reichen von „Gurtpflicht“ bis zu „Brandschutz“.

Als Abschiedsgeschenk bekommen wir einen Schlüsselanhänger und ein Quiz, mit dem wir unser Wissen über die BSR noch einmal prüfen können.

An diesem Projekt haben mitgearbeitet: Lana Grossterlinden, Amy Hellwig, Carina Fleischmann, Paco Eder, Jacob Hentrich, Johan Schade, Friedrich Schötz, Mats Schröder, Jakob Urbschat, Havin Altay, Rosalie Friedel, Jasmina Hellwig, Lina Esawei.

Die Schülerinnen und Schüler haben außerdem ein Interview mit Thorsten Albrecht, dem Leiter der Abteilung Arbeitssicherheit bei der BSR, geführt.