Zeitungs- und Schulprojekt "Umwelt macht Schule" : Nachhaltigkeit: Was ist das und wo fängt es an?

Eine Schülerin des Walther-Rathenau-Gymnasiums in Grunewald schreibt darüber, wie man Nachhaltigkeit in den Alltag integrieren kann.

Eliana von Amsberg
Noch immer nehmen viele Kunden die dünnen Plastiktüten im Supermarkt, um Obst zu kaufen.
Noch immer nehmen viele Kunden die dünnen Plastiktüten im Supermarkt, um Obst zu kaufen.Foto: Marcel Kusch/dpa

Das Projekt „Umwelt macht Schule“ – unterstützt durch das Bundesumweltministerium: An dem Projekt nehmen Schülerinnen und Schüler aus 30 weiterführenden Schulen und 10 Tageszeitungen in ganz Deutschland teil. Die Schülerinnen und Schüler setzen sich unter pädagogischer Anleitung mit aktuellen Umweltthemen auseinander. Als Ergebnis des Projekts finden Sie die von den Schülerinnen und Schülern selbst recherchierten und verfassten Artikel in ihrer Partnerzeitung. Umgesetzt wird das Projekt unter der Schirmherrschaft von Bundesumweltministerin Svenja Schulze durch das IZOP-Institut in Aachen.
In dieser Woche erscheinen auf der Lernenseite und in der Online-Ausgabe des Tagesspiegels Artikel von Schülerinnen und Schülern der siebten bis zehnten Klasse des Walther-Rathenau-Gymnasiums in Grunewald. Sie sind im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Nachhaltigkeit entstanden. Betreut wurden die Jugendlichen von Antje Körting-Dornieden, Dorothee Poche, Lisa Starogardzki und dem Team der Schülerzeitung Shyft.

Besonders jetzt, wo die Umwelt Thema Nummer eins ist und jeder sich fragt: „Was kann ich tun, um der Erde nicht zu schaden?“, ist Nachhaltigkeit ein Trend geworden. Doch was steckt eigentlich dahinter?

Nachhaltigkeit an sich ist erstmal ein allgemeines Handlungsprinzip. Dabei sollen Ressourcen forstwirtschaftlich und ökologisch genutzt werden, sodass zwar Bedürfnisse gedeckt werden, aber die natürlichen Regenerationsfähigkeiten der beteiligten Systeme, wie zum Beispiel von Lebewesen und Ökosystemen, bewahrt werden.

Zudem existiert Nachhaltigkeit in vielen Bereichen unseres Lebens: von Umwelt, Wirtschaft bis hin zum Sozialen. Sogar die Malerei ist nachhaltig, denn Gemälde überdauern meist mehrere hundert Jahre.

Bei der Umwelt sind vor allem Klima/Energie, Ressourcen und Artenvielfalt die Hauptthemen. Dabei geht es darum, möglichst wenig CO2 zu produzieren und auf elektrische und ökologische Energie umzusteigen. Mehr Kohlenstoffdioxid bedeutet einen sich stark erwärmenden Planeten und keine Zukunft für die folgenden Generationen. Und auch was unsere natürlichen Ressourcen angeht, müssen wir etwas ändern. Unser Klima verändert sich; Trinkwasserreserven, Fischbestände und Wälder schrumpfen. Wir verbrauchen so viel wie nie und überlasten unseren Planeten.

Viele Arten sind bedroht

Durch das Abholzen der Regenwälder verlieren viele Arten ihren Lebensraum. Denn die meisten Arten haben ihr Zuhause in diesen Wäldern der Tropen. Nirgendwo sonst gedeiht das Leben so vielfältig wie dort.
Was unsere Wirtschaft angeht, ist faire Mode gerade im Kommen. Das nachhaltige Produzieren von Stoffen, Kleidern und Garnen sowie faire Bedingungen für die Arbeiter werden besonders großgeschrieben. Denn noch immer entsteht durch die Produktion von Kleidern in Entwicklungsländern eine Menge giftiger Substanzen, die sowohl dem Menschen als auch der Erde schaden.

Die soziale Nachhaltigkeit dagegen bezieht sich auf den Gesundheitszustand von Sozialsystemen. Eine Verbesserung entsteht zum Beispiel durch eine bessere Bildung und der Stärkung von sozialen Werten und Einrichtungen. Dadurch wird das gesellschaftliche System gestärk.

Wie kann ich also nachhaltig leben und etwas für meine Umwelt tun? Schon im Internet wird man oft darauf aufmerksam gemacht, wie man seiner Umwelt Gutes tun kann. Meist sind das wirklich einfache und leicht in den Alltag einzubauende Dinge.

Das Ladekabel aus der Steckdose ziehen

Nachhaltig zu leben fängt schon ganz klein an. Dass man jeden Morgen, wenn man im Besitz eines Smartphones oder Laptops ist, daran denkt das Aufladekabel aus der Steckdose zu nehmen. Denn so kann man unnötigen Strom sparen, der ansonsten einfach verloren geht.

Beim Einkaufen von Obst und Gemüse kann man sich die kleinen Plastiktüten sparen, die oft im Supermarkt zu finden sind. Denn die Produkte sind nicht weniger gut, wenn sie dann beim Kauf lose zusammen in einer Tasche landen, da viele Produkte sowieso Schalen haben oder gewaschen werden müssen. Wenn man weiß, dass man etwas einkaufen möchte oder es sich kurzfristig überlegt, schadet es nicht, einen Beutel mitzunehmen. So kommt es erst gar nicht dazu, dass man Plastiktüten kaufen muss und der Beutel kann jedes Mal wieder benutzt werden.

Alte Dinge aufwerten

Dies sind einige der kleinen Dinge, um keinen allzu großen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen. Auch ist in der Mode kann man viel für die Nachhaltigkeit tun. Alte Dinge neu aufwerten, faire Mode kaufen oder mal im Secondhandshop schauen. Man kann alte Klamotten auch weiter verschenken.

Größere Projekte sind dann zum einen, zu Ökostrom zu wechseln und statt mit dem Auto zu fahren öfters das Fahrrad zu nehmen sowie Kurzstreckenflüge zu vermeiden. Und einfach mal ein wenig mehr auf Fleisch zu verzichten, denn besonders die Produktion von tierischen Produkten schadet unserer Umwelt. Es gibt eine Menge Dinge, die man tun kann. Man muss nur den Schritt wagen und sich für unsere Erde entscheiden. Denn wir haben keine Alternative? Nein.

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