Schulsanierung in Berlin : Gottfried-Keller-Gymnasium wird bis Jahresende modernisiert

Das Gottfried-Keller-Gymnasium ist eine von 276 Schulen, an denen stadtweit gebaut wird. Charlottenburg-Wilmersdorf macht das aus Sicht der Bildungssenatorin besonders gut.

Bis zum Schulbeginn sollen Dreck und Krach vorbei sein.
Bis zum Schulbeginn sollen Dreck und Krach vorbei sein.Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild

Die letzte Generalsanierung im Charlottenburger Gottfried-Keller-Gymnasium liegt schon etwa 40 Jahre zurück. Natürlich wurde das 1916 erbaute Schulhaus an der Olbersstraße immer mal wieder stellenweise instand gesetzt. Doch erst jetzt sind 1,2 Millionen Euro für eine umfangreichere Modernisierung bis zum Jahresende verfügbar.

Alle Arbeiten, die viel Dreck und Krach machen, sollen bis Ferienende abgeschlossen sein. Dagegen könne man „Wände auch im laufenden Betrieb“ streichen, sagt Uwe Kany, der das Ganztagsgymnasium mit 712 Schülern leitet.

Um beispielhaft die Berliner Schulsanierungen in den Ferien vorzustellen, besuchten Bildungssenatorin Sandra Scheeres und Bezirksbildungsstadträtin Heike Schmitt-Schmelz (beide SPD) am Montag die Baustelle. Stadtweit wird derzeit an 276 Schulen gebaut. Vielerorts geht dies noch monate- bis jahrelang weiter. In einer „Schulbauoffensive“ stellt die Landesregierung innerhalb von zehn Jahren 5,5 Milliarden Euro für Sanierungen und Neubauten bereit. 343 Millionen Euro wurden schon 2017 investiert. Für dieses Jahr kalkuliert man mit 558 Millionen Euro.

Charlottenburg-Wilmersdorf agiere „vorbildlich“ und lege einen „klaren Schwerpunkt“ auf Schulrenovierungen, lobte die Senatorin. Entsprechende Landesmittel schöpfe der Bezirk stets aus. Deshalb habe der Senat seit 2012 zusätzlich „nicht verausgabte Mittel anderer Bezirke“ in die City West transferiert.

Auch Gelder aus dem Bezirkshaushalt für Gebäudesanierungen wurden zuletzt vor allem für Schulen verwendet (10,7 von 13 Millionen Euro im Jahr 2017). Am Gottfried-Keller-Gymnasium reicht das Spektrum der Erneuerungen von den Toiletten über Klassenräume bis zur Aula. Es gehe „um eine Aufwertung über die bloße Sanierung hinaus“, betonte Schulleiter Kany. Beispielsweise sei die Aula endlich multifunktional nutzbar. Dafür habe man die Bühne und die Beleuchtung beweglich gemacht.

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