Sechs Wochen frei : Ferientipps für den Sommer in Berlin

Endlich schulfrei: Zeit für Abenteuer und zum Faulenzen. Das sind unsere Tipps für die nächsten sechs Wochen.

Mit Hilfe des Superferienpasses können Schulkinder jeden Tag kostenlos ins Freibad.
Mit Hilfe des Superferienpasses können Schulkinder jeden Tag kostenlos ins Freibad.Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Die großen Ferien beginnen in diesem Jahr sehr früh: Am 19. Juni ist noch nicht mal kalendarischer Sommeranfang. Die Berliner Schülerinnen und Schüler wird es nicht stören, sie werden es wohl kaum erwarten können, wenn es an diesem Mittwoch erst Zeugnisse gibt, und dann, so spätestens ab 11 Uhr, die große Freiheit beginnt.

Das Schuljahr war zwar kurz, aber auch anstrengend, schon allein weil viele Arbeiten und Prüfungen in wenig Zeit zu absolvieren waren. Sei’s drum, das ist bald vergessen. Jetzt wird erst mal ausgespannt – und Pläne gemacht, was man mit den sechseinhalb Wochen ohne Unterricht so anfangen könnte. Wir haben ein paar Vorschläge.

Was mit Wasser

Das Wetter schert sich auch nicht drum, ob auf dem Kalender schon Sommer steht. Es ist heiß, und die Aussichten sind, von ein paar Schauern zwischendurch abgesehen, gut. Also nichts wie raus, am besten irgendwo ans Wasser. Wer einen Superferienpass hat (kostet 9 Euro, es gibt ihn unter anderem in Rewe-Supermärkten und bei den Bäderbetrieben), kann jeden Tag kostenlos ins Freibad, jedenfalls in eins der Berliner Bäderbetriebe. Planschen, Pommes, Sprungturm-Posen, das klingt doch nach einem perfekten Ferientag.

Seen gibt es in Berlin und Umgebung bekanntlich auch. Wer vom Schwimmen genug hat, leiht sich ein (Tret-) Boot oder ein Kanu aus, versucht es mit Stand-up-Paddeln oder Windsurfen. Verleihstationen für Boote gibt es an allen größeren Seen, für Stand-up-Paddling unter anderem am Schlachtensee (www.steh-paddler.com) und Müggelsee (www.nalani-supsurfing.com). Auch wer die Ferien nutzen will, um Segeln zu lernen, wird fündig, Kurse bieten zum Beispiel das Wassersportcenter Berlin (www.wassersportcenter-berlin.de) oder die Segelschule Rummelsburg (www.segelschule-rummelsburg.de) an.

Für Abenteurer

Wie wäre es mit einem Stuntworkshop? Hechtrollen, Strecksprünge und dramatisches Fallen möglichst ohne Wehtun können Kinder ab sechs Jahren bei einem einstündigen Workshop im Filmpark Babelsberg üben. Jeden Freitag in den Ferien zeigt dort in der Westernstadt ab 12.30 Uhr die Babelsberg-Stuntcrew ihr Können, danach sind die Kinder dran. Der Workshop ist im Parkticket inklusive.

Wem das Fliegen näherliegt, kann ja mal einen Drohnen-Workshop ausprobieren. Die „Drone Masters Academy“ bietet in allen Ferienwochen jeweils einen fünftägigen Workshop an. Geeignet ist der Kurs für 10- bis bis 15-Jährige. Sie können dort lernen, mit verschiedenen Drohnensystemen zu fliegen und bekommen ein Grundwissen über Aerodynamik, Programmierung und rechtliche Rahmenbedingungen vermittelt.

Mit einer Videobrille ausgestattet können sie dann Drohnen auf einer Rennstrecke um die Wette fliegen. Die Kurse finden im Hubraum der Deutschen Telekom, Winterfeldtstraße 21, Schöneberg, statt. Ein fünftägiger Kurs kostet 350 Euro. Infos: academy.dronemasters.com.

Der Baumkronenpfad und die Heilstätten in Beelitz sind schon lange ein beliebtes Ausflugsziel. Besonders abenteuerlich wird es dort an zwei Nächten in den Ferien. Am 22. Juni wird zu Mittsommer bis 24 Uhr geöffnet. Bei Taschenlampenführungen durch die Ruine des Alpenhauses um 21 Uhr und um 22.15 Uhr können Kinder ab sieben Jahren mitlaufen.

Die Führungen durch das Chirurgiegebäude sind ab 14 erlaubt (um 20.30 Uhr, 21.45 Uhr und 23 Uhr). Am 17. Juli gibt es eine partielle Mondfinsternis, dann ist bis 23 Uhr geöffnet. Eine Führung ohne Altersbeschränkung findet um 19 Uhr statt, Taschenlampenführungen ab sieben Jahren um 21 und 22 Uhr. Auch nach den Ferien, am 10. August, ist zur Sternschnuppennacht bis 24 Uhr geöffnet. Es gilt der reguläre Tageseintritt (11, Kinder 8 Euro). Mehr: baumundzeit.de.

Für Künstler

Die Berliner Museen bieten wieder jede Menge Kurse für Kinder und Jugendliche an, die sich kreativ betätigen wollen. Auf der Museumsinsel findet in der ersten und der vierten Ferienwoche ein Sommercamp statt. Der Kolonnadenhof wird zum Freiluftatelier, Kinder und Jugendliche können mit Künstlerinnen und Künstlern Ausstellungen erkunden, fotografieren, mit Farben und Gips arbeiten.

Gebühr pro Kurs 36 Euro, mehr zum Ferienprogramm der Staatlichen Museen unter smb.museum (Rubrik „Bildung und Vermittlung, Kinder und Familien“), Infos und Anmeldung unter Tel. 2664 24242. Wer lieber Geschichten erfindet, für den ist vielleicht die Science-Fiction-Schreibwerkstatt am 25. und 26. Juni im Museum für Kommunikation etwas. Gebühr 22 Euro. Infos und weitere Kurse: jugend-im-museum.de.

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