Seebrücke-Demo in Berlin : Viele freie Plätze beim gemeinsamen Essen

Ab 14 Uhr wollen gut 500 Menschen in Mitte für die Aufnahme von Kindern aus griechischen Flüchtlingslagern demonstrieren.

Aktion "Seebrücke" demonstriert in Potsdam gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung von Flüchtlingen.
Aktion "Seebrücke" demonstriert in Potsdam gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung von Flüchtlingen.Foto: Andreas Klaer

Mehrere hundert Menschen wollen am Samstag in Berlin für die Aufnahme von Kindern aus den griechischen Flüchtlingslagern demonstrieren. Zum deutschlandweiten Aktionstag „Wir haben Platz“ sind ab 14.00 Uhr etwa 500 Teilnehmer für den Protest zwischen Auswärtigem Amt und Bundestag angemeldet, wie die Polizei mitteilte. Dort werde bei einem gemeinsamen Essen durch freie Plätze symbolisiert, dass in Deutschland Platz für Menschen aus den Lagern sei, hieß es von den Organisatoren der „Seebrücke Berlin“.

Während die Bundesregierung auf eine europäische Lösung warte, signalisierten zahlreiche Bundesländer, Städte und Kommunen Aufnahmebereitschaft, sagte eine Sprecherin. „Die humanitäre Notlage auf den griechischen Inseln kann sofort beendet werden.“ Deutschlandweit soll es in mehr als 20 Städten zu Protestaktionen vor Abgeordnetenbüros der Regierungsparteien SPD und CDU/CSU kommen.

Unterstützung werden die Demonstranten von einer anderen Protestaktion erhalten: Ab 12 Uhr protestieren mehrere Jugendgruppen vor dem Reichstag unter dem Hashtag #nichtmituns und wollen sich danach der Demonstration der Seebrücke anschließen. (dpa)

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