• Senatorin Pop verurteilt Attacke auf BVGler: „Die Brutalität macht mich fassungslos“

Senatorin Pop verurteilt Attacke auf BVGler : „Die Brutalität macht mich fassungslos“

Die Berliner Wirtschaftssenatorin hat die gewaltvollen Übergriffe auf Sicherheitsmitarbeiter und Kontrolleure der BVG in den vergangenen Tagen scharf kritisiert.

Neue Schutzmaßnahmen plant die BVG trotz zunehmender Hemmungslosigkeit der Angreifer nicht.
Neue Schutzmaßnahmen plant die BVG trotz zunehmender Hemmungslosigkeit der Angreifer nicht.Foto: Maurizio Gambarini/dpa

Nach dem schweren Angriff auf einen BVG-Mitarbeiter am Wochenende hat sich die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, Ramona Pop (Grüne) zu Wort gemeldet: „Die zunehmende Brutalität macht mich fassungslos“, sagte die Senatorin am Dienstag. „Es kann nicht sein, dass diejenigen, die uns Tag und Nacht sicher durch die Stadt bringen, zur Zielscheibe von Gewalt werden.“ Der öffentliche Nahverkehr sei kein rechtsfreier Raum.

Der BVG-Mitarbeiter hatte am Samstag früh in der U5 einen Fahrgast mit einer Waffe melden wollen, als er an der Louis-Lewin-Straße in Hellersdorf ausstieg. Der Unbekannte griff den 49-Jährigen daraufhin an und verletzte ihn schwer an Kopf und Augen.

In den vergangenen Tagen hatte es fünf weitere Attacken auf Sicherheitsmitarbeiter und Kontrolleure gegeben. „Es gibt Wochenenden, an denen sich die Gewalt häuft“, sagte BVG-Pressesprecherin Petra Reetz. Beunruhigend seien nicht die Zahlen, die seien rückläufig, sondern die zunehmende Hemmungslosigkeit der Angreifer. Das berichteten auch die Mitarbeiter. Hatte es 2012 dem Sicherheitsbericht der BVG zufolge noch 1004 Angriffe gegeben, so waren es 2016 bereits 555. Neue Schutzmaßnahmen plant die BVG allerdings nicht.

Mit Hilfe der Bilder der Überwachungskameras in einem Bus sucht die Polizei nun drei Verdächtige, die im Oktober zwei junge Männer an der Bushaltestelle „Binzstraße“ schwer verletzten. Das Trio war beim Aussteigen aus der Nachtbuslinie N50 gegen 2.15 Uhr mit den 20- und 21-Jährigen in Streit geraten. Die Polizei bittet nun um Mithilfe.

Tatverdächtiger 1.
Tatverdächtiger 1.Foto: Polizei Berlin
Tatverdächtiger 2
Tatverdächtiger 2Foto: Polizei Berlin
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