Aufnahmestopp in der Notaufnahme

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Serratien-Alarm : Keime in der Charité - eine Chronologie

10. OKTOBER

Das Gesundheitsamt Mitte ordnet gemeinsam mit der Klinik die Teilung der Stationen und die Isolation von betroffenen Kindern an. Zugleich werden die Hände der Mitarbeiter kontrolliert, dabei kann aber kein Keimbefall nachgewiesen werden.

11. OKTOBER

Die Rettungsstelle wird nur noch in Ausnahmefällen von Notdiensten angefahren.

12. OKTOBER

Aufnahmestopp in der Notaufnahme. Nicht-besiedelte Frühchen werden in andere Krankenhäuser verlegt.

15. OKTOBER

Das Gesundheitsamt Mitte informiert die Senatsverwaltung über den Ausbruch des Keims.

19. OKTOBER

Krisensitzung mit dem zuständigen Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU) und den Vertretern der Charité.

20. OKTOBER

Pressekonferenz: Die Öffentlichkeit erfährt erstmals von der Epidemie.

21. OKTOBER


Bei einem weiteren Neugeborenen wird der Keim nachgewiesen, damit erhöht sich die Zahl der kolonisierten Kinder von 15 auf 16.

22. OKTOBER

Es heißt, dass sich eines der erkrankten Frühchen in Lebensgefahr befindet. Später wird die Nachricht relativiert: Das Kind habe Fieber gehabt, es gehe ihm aber besser. Die Staatsanwaltschaft nimmt Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung gegen Unbekannt auf. Auf der Suche nach der Infektionsquelle überprüft ein Team aus Bezirksmitarbeitern, Charité-Medizinern und Experten des Robert-Koch-Instituts die Abläufe und Lieferungen der vergangenen Wochen. Das sogenannte Ausbruchsteam soll auch klären, ob ausreichend Schwestern und Pfleger eingesetzt waren und das Personal auf den Charité-Stationen ausreicht.

23. OKTOBER

Auf einer gemeinsamem Pressekonferenz geben Charité und Herzzentrum weitere Einzelheiten bekannt und verwahren sich gegen den Vorwurf der Schlamperei. Gemeinsam mit Robert-Koch-Institut und Verbraucherschutzbehörde gehen sie einer neuen Spur nach: Babypflegebäder, die wegen Serratien-Verkeimung vom Handel zurückgezogen wurden. Experten gehen jedoch davon aus, dass kein Zusammenhang besteht. Die Epidemie löst eine heftige Diskussion über Hygiene in Krankenhäusern, aber auch über Personal- und Zeitmanagement in deutschen Krankenhäusern aus. das

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