Service-Offensive geplant : Berlin will Terminbuchungen beim Bürgeramt vereinfachen

Berliner sollen in Zukunft einfacher einen Wunschtermin beim Bürgeramt finden. Für Ende des Jahres ist die Einführung eines neuen Systems geplant.

Die Bürgerämter in Berlin haben bis jetzt nicht durch guten Service von sich reden gemacht.
Die Bürgerämter in Berlin haben bis jetzt nicht durch guten Service von sich reden gemacht.Foto: Susann Prautsch/dpa

Die Bürgerämter bekommen ein Upgrade, ein intelligentes Terminmanagementsystem. Noch in diesem Jahr sollen Berliner automatisch informiert werden, wenn ihr Wunschtermin frei wird. Zuvor sollen sie Online eingeben können, wann sie Zeit haben und an welchen Standort sie kommen wollen. Künftig soll außerdem per Mail oder SMS an gebuchte Termine erinnert werden. Geplant ist die Einführung der neuen Systeme für Ende des Jahres. Noch laufen Tests.

Erste Verbesserungen bei der Terminvergabe gibt es bereits. Nachdem die Berliner 2015 und 2016 oft mehrere Monate auf einen Termin im Bürgeramt warten mussten, hatte die rot-rot-grüne Regierung im Koalitionsvertrag als Ziel definiert, dass nach 14 Tagen ein Termin im Bürgeramt zu bekommen sein solle. Die Situation hat sich tatsächlich entspannt. Allerdings findet der Termin nicht am Wohn- oder Wunschort statt. „Das Leitprojekt Bürgerämter hat konkrete Maßnahmen entwickelt, um das Ziel auch weiterhin stabil umzusetzen und die Kundenzufriedenheit weiter zu stärken“, sagte eine Sprecherin der Senatsinnenverwaltung.

Zu dem Konzept gehört auch, dass die Bürgerämter künftig gesamtstädtisch gesteuert werden. Auch die Termine würden nach einheitlichen Standards erstellt. Um den Kundenbedarf berlinweit messen und auszuwerten, soll eine „Monitoringstelle Bürgerämter“ eingerichtet werden.

Die Landesregierung arbeitet an der Digitalisierung der Verwaltung und will, dass diese schneller und serviceorientiert arbeitet. So soll noch im ersten Quartal ein geplante Service-Konto für alle Berliner eröffnen. Dort können online sukzessive Dienstleistungen abgerufen werden. Zu Beginn sollen das nur drei sein: Kita-Gutscheine, Gewerbeanmeldungen und Parkvignetten.

Ein Online-Portal für Bürgerbeteiligung gibt es schon. Die Berliner können sich auf www.mein.berlin.de anmelden. Auf dem Serviceportal service.berlin.de haben sie die Möglichkeit, eine Rückmeldung, etwa an die Bürgerämter zu geben.

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