Sicherheit an Berliner Bahnhöfen : Security patrouilliert am Ostkreuz – mit Hund

Am Ostkreuz hat die S-Bahn eine neue Wache eröffnet, die rund um die Uhr besetzt ist. Die Sicherheitsmitarbeiter werden von je einem Hund begleitet.

Seit Mittwoch sind am Bahnhof Ostkreuz Sicherheitskräfte Tag und Nacht vor Ort, begleitet und unterstützt von Schutzhunden.
Seit Mittwoch sind am Bahnhof Ostkreuz Sicherheitskräfte Tag und Nacht vor Ort, begleitet und unterstützt von Schutzhunden.Foto: Christoph Soeder/dpa

Die S-Bahn hat am Mittwoch im Bahnhof Ostkreuz ihre dritte von fünf geplanten Wachen offiziell eröffnet. Vorhanden sind schon welche in Gesundbrunnen und Friedrichstraße; Schöneberg und Westkreuz sollen bis Mitte September folgen.

Das Konzept

Die Wachen sind rund um die Uhr von je zwei Sicherheitsmitarbeitern besetzt. Wenn sie im Bahnhof unterwegs sind, sind sie telefonisch zu erreichen. Begleitet werden sollen die Streifen jeweils von einem Diensthund. Bisher sind fünf Tiere ausgebildet, 30 sollen es bis 2019 werden.

Für den Einsatz auf den Wachen sind bisher insgesamt 60 Mitarbeiter ausgebildet. Die jeweiligen Hundeführer erhalten eine Zusatzausbildung – und eine Zulage. Zwölf Mitarbeiter bilden nach Angaben von Sicherheitschef Jörk Pruss jeweils ein Team, damit sie ihren Bahnhof – und ihre „Stammkunden“ bestens kennen.

Die Hunde

Die Hunde laufen angeleint und mit Maulkorb. Außerhalb der „Dienstzeit“ nehmen die Hundeführer die Tiere mit nach Hause, wo sie in der Familie leben. Auf den Wachen haben sie einen Extra-Ruheraum.

Die Erfahrung

Bisher greifen die Mitarbeiter der Wachen nach Angaben von S-Bahnchef Peter Buchner durchschnittlich 150 Mal täglich ein. Am häufigsten bei Verstößen gegen das Rauchverbot. Danach folgt das Radfahren auf den Bahnsteigen. Die mitgeführten Hunde flößten vor allem Respekt ein, sagte Pruss. Als „Waffe“ habe man sie noch nie einsetzten müssen.

Das Personal verbessere das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste, sagte Buchner. Und der Präsident der Bundespolizeidirektion Berlin, Thomas Striethörster, sagte: „Präsenz macht brav.“

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