Sicherheitsbedenken bei Bauprojekt : Linke will Hochhausturm am Alex verhindern

Die Linksfraktion will jedes Restrisiko für die U-Bahn ausschließen und plädiert für einen Abbruch der Verhandlungen. Die BVG ist mit dem Bau einverstanden.

Passanten am U-Bahnhof und dem Hochhaus vom Hotel Park-Inn auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte.
Passanten am U-Bahnhof und dem Hochhaus vom Hotel Park-Inn auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte.Foto: Thilo Rückeis / Tsp

Teile der Linksfraktion wollen den geplanten 150-Meter-Hochhausturm des US-Investors Hines auf dem Alexanderplatz verhindern - und verweisen dafür auf Sicherheitsgründe. Das Hochhaus soll über dem Tunnel der U-Bahnlinie 5 errichtet werden, und lange war es die Sorge auch der BVG, der Koloss könnte zu schwer sein, das Grundwasser hochdrücken und die U-Bahn im Ergebnis mit Wasser volllaufen.

BVG stimmt Bauprojekt zu

Doch inzwischen hat sich eine Lösung gefunden, der Aufsichtsrat der BVG hat der Überbauung inzwischen zugestimmt – unter der Bedingung, dass für die BVG keine Kosten entstehen. Die favorisierte Lösung – es gab mehrere seriöse Vorschläge – ist jetzt eine Art „Röhre in der Röhre“, also ein zweiter Tunnel.

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In der Bauverwaltung wurde der Bebauungsplan für das Vorhaben auf Eis gelegt, bis die BVG eine „nachbarschaftliche Vereinbarung“ mit dem Vorhabenträger geschlossen hat. Eine solche Vereinbarung stehe kurz bevor, sagte BVG-Sprecherin Petra Nelken. Die wesentlichen Parameter seien inzwischen ausgehandelt. Als nächstes würde dann der Bebauungsplan wieder hervorgeholt und öffentlich ausgelegt, hieß es seitens der Bauverwaltung. Wie es dann weitergehe, hänge davon ab, was die öffentliche Auslegung noch an Einwänden erbringe.

„Für uns Mitglieder der Linksfraktion im Stadtentwicklungsausschuss besteht keine Zustimmungsfähigkeit für einen Bebauungsplan, solange ein Restrisiko des Zusammenbruchs des U-Bahn Schachtes besteht“, sagte die Abgeordnete Katalin Gennburg dem Tagesspiegel. „Wir plädieren deshalb dafür, die weiteren Verhandlungen für eine Vereinbarung mit dem Investor abzubrechen.“ Hines und die BVG haben Jahre verhandelt, bis sie die Einigung erreicht hatten.

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