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Sie sollen Steine auf Schienen gelegt haben : Zwangsstopp für ICE: Polizei sucht zwei Kinder

Die Polizei sucht zwei Kinder, die am Donnerstag Steine auf die Schienen gelegt haben sollen. Ein ICE mit 560 Reisenden war schwer beschädigt worden.

ICE in voller Fahrt (Symbolbild).
ICE in voller Fahrt (Symbolbild).Foto: imago/Hans-Günther Oed

Einen Tag nach dem Zwangsstopp eines ICE auf der Strecke nach Hamburg sucht die Polizei zwei etwa zehn Jahre alte Jungen als Tatverdächtige. Zwei Zeugen haben sie auf dem Bahnsteig 1 in Neustadt/Dosse gesehen. Sie sollen ins Gleisbett geklettert sein, und die Schottersteine auf die Schienen gelegt haben.

Für 560 Reisende endete die Zugfahrt von Hamburg nach Berlin am späten Donnerstagnachmittag deshalb auf freier Strecke. Ihr ICE war gegen 17.45 Uhr rund 800 Meter hinter dem Bahnhof nach einer Gefahrenbremsung zum Stehen gekommen.

Der Zug wurde zum Bahnhof zurückgeschleppt, die Fahrgäste mussten rund zwei Stunden warten, bis zwei Ersatzzüge bereitstanden. Beim Aussteigen klagte ein Fahrgast über Kreislaufprobleme, er wurde ins Krankenhaus gebracht. Der ICE wurde zur Reparatur nach Berlin-Rummelsburg geschleppt. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr und sucht weitere Zeugen, die auf dem Bahnsteig waren.

Die 18 und 19 Jahre alten Zeugen hatten sich sofort an die Landespolizei gewandt und von den beiden Jungen berichtet. Videoüberwachung gibt es auf dem Bahnhof nicht. Ein Sprecher der Bundespolizei sagte, dass die beiden Kinder auf den Gleisen in Lebensgefahr waren. Die ICE fahren mit hoher Geschwindigkeit durch die Station: "Wenn man den Zug sieht, ist es zu spät", sagte der Sprecher.

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