Der Pazifik-Raum ist schon im neuen Jahr

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Update
Silvester am Brandenburger Tor : So feierte Berlin ins neue Jahr

Neuseeland begrüßt das Jahr 2014 mit einer Strandparty

Die größte neuseeländische Stadt Auckland bot ihren 1,5 Millionen Einwohnern in der Silvesternacht Strand-Ambiente mitten in der Stadt: vier Tonnen Sand wurden dort ausgeschüttet. Um kurz vor Mitternacht (12.00 Uhr MEZ) lief bei lauen Sommertemperaturen auf einem riesigen Display am 328 Meter hohen Sky-Turm der Countdown. Auf der Südhalbkugel fällt der Jahreswechsel in den Sommer.

Die Organisatoren schütteten vier Tonnen Sand in der Innenstadt auf, um für gute Party-Stimmung zu sorgen. Auf einem riesigen elektronischen Display am 328 Meter hohen Sky-Turm lief um kurz vor Mitternacht (12.00 Uhr MEZ) unter dem Jubel der Partygänger der Countdown. Die Stadt hat 1,5 Millionen Einwohner.

Nach heftigen Regenfällen mit Überschwemmungen in den vergangenen Tagen spielte gerade rechtzeitig zum Feiern auch das Wetter mit: es gab laue Sommertemperaturen. Auf der Südhalbkugel fällt der Jahreswechsel in den Sommer. Die Hauptstadt Wellington sparte ihr Silvesterbudget in diesem Jahr für ein Picknick am Neujahrstag auf. Das fand die Stadtverwaltung familienfreundlicher.

Gigantisches Feuerwerk in Sydney

Zwei Stunden später (14.00 Uhr) hob ein ohrenbetäubender Chor von 1,6 Millionen Zuschauern am Hafen von Sydney zum gemeinsamen Countdown an. Um Punkt Mitternacht startete ein zwölfminütiges Feuerwerk für insgesamt 6,8 Millionen australische Dollar (4,4 Millionen Euro).Um Mitternacht (14.00 Uhr MEZ) erstrahlte die Hafenbrücke in einem Funkenmeer und ein gigantisches Feuerwerk begann. Die australische Metropole legt immer ein Fest der Superlative auf. In diesem Jahr schossen die Veranstalter von Schiffen, der Hafenbrücke und vom Dach des legendären Opernhauses aus sieben Tonnen Feuerwerkskörper in die Luft. Die Veranstalter rechneten mit mehr als einer Milliarde Zuschauer zu Hause an den Bildschirmen. Das erste Feuerwerk wurde bereits um 21.00 Uhr gezündet, um auch Familien mit kleineren Kindern, die nicht bis Mitternacht warten wollten, etwas zu bieten.

Berlin trifft letzte Vorbereitungen

In Europa bereiteten sich währenddessen viele Menschen noch auf den Silvesterabend vor, in Deutschland deckten sich viele Bürger noch mit Böllern und Lebensmitteln ein. In Berlin wurde wieder die größte Silvesterparty vorbereitet. Hunderttausende rund um die Hauptbühne am Brandenburger Tor wurden erwartet. Ab 19.00 Uhr sollten zum Beispiel der Sänger Heino und die Band Scooter auftreten.

6000 Raketen sollen in den Himmel geschossen werden, um das neue Jahr zu begrüßen. Die Partymeile erstreckt sich auf zwei Kilometer Länge auf der Straße des 17. Juni. Die Meteorologen gehen davon aus, dass die Besucher der Open-Air-Fete bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt nicht allzu sehr bibbern müssen.

Die Polizei zeigte sich „völlig entspannt“. Rund 250 Einsatzkräfte stehen allein rund um die Partymeile bereit. Sie werden Streife laufen und den Veranstalter bei Einlasskontrollen unterstützen.

Glasflaschen und Böller dürften nicht mitgenommen werden, sagte ein Sprecher. Er empfahl Besuchern, über den Hauptbahnhof oder Potsdamer Platz anzureisen. An der Friedrichstraße sei es erfahrungsgemäß zuerst voll.
An 150 Ständen wird Essen und Getränke verkauft. Rund 260 Künstler sorgen für Stimmung. Ab 19.00 Uhr treten unter anderen Sänger Heino und die Band Scooter auf. Das ZDF überträgt die Silvesterfeier ab 21.45 Uhr live, die Moderatoren Andrea Kiewel und Alexander Mazza führen durch die Sendung „Willkommen 2014“.

Rund zwei Millionen Gäste sind nach Schätzung der Tourismusgesellschaft Visit Berlin zum Jahreswechsel in der Stadt. Am Silvestertag streiften viele von ihnen bei Sonnenschein durch die Szenebezirke der Stadt und bereiteten sich auf die lauteste Nacht des Jahres vor.

In der Nacht zum Dienstag wurden zwar an vielen Ecken Berlins schon Böller gezündet. Schlimme Unfälle habe es aber noch nicht gegeben, sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Dienstagmittag. „Es ist noch alles ziemlich ruhig.“ Für die Neujahrsnacht stehen in Berlin 1300 haupt- und ehrenamtliche Einsatzkräfte bereit, um Brände zu löschen und Verletzten zu helfen. Im Durchschnitt werden in der Nacht des Jahreswechsels in Berlin etwa 500 Menschen durch Pyrotechnik und bei Bränden verletzt.

Samoa feierte als einer der Ersten

Mit die ersten, die das neue Jahr begrüßten, waren um 11.00 Uhr MEZ die rund 200 000 Menschen auf Samoa und auf den Line-Inseln Kiribatis. Es ist erst das dritte Mal, dass die Samoaner unter den ersten Neujahrs-Begrüßern sind. Das Land wechselte 2011 auf die andere Seite der Datumsgrenze. Die Line-Inseln gehören mehrheitlich zum Inselstaat Kiribati. Früher verlief die internationale Datumsgrenze, die sich am 180. Längengrad orientiert, mitten durch Kiribati. Der westliche Teil war immer einen Tag voraus. 1995 wurde die Datumsgrenze an dieser Stelle verschoben, so dass Kiribati seitdem ein einheitliches Datum hat.

Samoa ließ 2011 den 30. Dezember ausfallen. Das ganze Land stellte die Uhren 24 Stunden vor und begrüßt das neue Jahr deshalb nicht mehr als Schlusslicht, sondern als einer der ersten. Der Grund: Samoa hat enge Beziehungen zu Australien und Neuseeland und wollte in derselben Datums- und Zeitzone wie die Handelspartner agieren. Vor dem Wechsel fing in Australien und Neuseeland bereits eine neue Arbeitswoche an, während auf Samoa der Sonntag begann. Das erschwerte Geschäfte.

In Samoa wird Silvester ganz westlich mit großen Neujahrsbällen und Privatpartys gefeiert. In ländlichen Regionen sind aber keine Knallkörper und Tischfeuerwerk gefragt, sondern fagàofe, selbst gemachte Kanonen aus zwei Meter langen Bambusstöcken. Sie werden mit Kerosin gefüllt und erhitzt. Nachbarn halten Wettbewerbe ab, wer am lautesten feuern kann.


Silvesterschwimmen im Rhein

Auch in Deutschland bereitet man sich schon auf das neue Jahr vor. Mit dickem Neoprenanzug, Flossen und einer Thermoskanne mit heißem Kaffee: So haben sich rund 150 unerschrockene Schwimmer beim Silvester-„Abschwimmen“ der Mainzer Feuerwehr in den Rhein gestürzt. „Was heute zählt, ist der Spaß an der Sache, das gemeinsame Erlebnis“, sagte der stellvertretende Leiter der Mainzer Feuerwehr, Björn Patzke. Die Aktion findet bereits zum 43. Mal statt und steht unter dem Motto „Feuerwehr rettet Leben - einmal anders“.

Die Erlöse der begleitenden Spendenaktion gehen an die Palliativstation der Mainzer Universitätsmedizin. Mit dabei auf der rund zwei Kilometer langen Strecke vom Fischtor zum Feldbergtor waren neben der Tauchergruppe der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk (THW), der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und der Polizei auch viele Bürger. „Da muss man schon den inneren Schweinehund überwinden, aber ohne das Silvesterschwimmen würde mir etwas fehlen“, berichtete der Heidesheimer Günter Silbersdorf, der zum zwölften Mal teilnahm.

Schwerer Unfall durch illegalen Böller in Weißenfels

Schwerer Unfall mit nicht zugelassenen Böllern: Ein 41-jähriger Mann aus Weißenfels (Sachsen-Anhalt) wurde beim Hantieren mit Feuerwerkskörpern so schwer verletzt, dass ihm die Hand amputiert werden musste. Nach Angaben der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Süd vom Dienstag, hatte der Mann am Montagabend in seiner Wohnung einen Feuerwerkskörper in seiner Hand entzündet. Nach dem Unfall wurde der 41-Jährige in eine Klinik nach Halle geflogen. Dort konnten die Ärzte seine Hand nicht mehr retten und mussten sie amputieren. In der Wohnung des Mannes wurden 20 weitere Böller, von denen ein Großteil nicht beschriftet war, gefunden.

Schotten beginnen Silvester-Feiern mit Fackelumzug

Mit einem Fackelumzug durch Edinburgh haben die Schotten ihre traditionelle Silvester-Feier Hogmanay begonnen. Rund 7500 Fackelträger zogen am späten Montagabend durch die Stadt, begleitet von Dudelsack-Musik und Trommeln. Tausende Menschen standen entlang der Route und schauten zu. Traditionell wird bis zum 1. Januar durchgefeiert. Höhepunkt ist ein großes Open-Air-Konzert am Silvesterabend, in diesem Jahr spielen unter anderem die Pet Shop Boys. Bis zu 80 000 Menschen werden erwartet. In London lockt vor allem das große Feuerwerk an der Themse, auch hier rechnet die Stadt wie in jedem Jahr mit Zehntausenden Zuschauern. (mit dpa)

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