Solidaritätsbekundung : Linke demonstrieren gegen Räumung in Kopenhagen

Wegen der Räumung eines alternativen Jugendhauses in Kopenhagen kam es gestern Abend zu einer spontanen Protestaktion vor einem ehemals besetzten Haus in der Köpenicker Straße.

Berlin - Gegen 19:40 Uhr formierte sich nach Polizeiangaben eine Gruppe von rund 300 Personen, die sich anschließend durch Mitte bis zum Heinrichplatz in Kreuzberg bewegten. Hier wurde nach einer Abschlusskundgebung, an der noch ca. 200 Personen teilnahmen, gegen 20:30 Uhr die Veranstaltung für beendet erklärt.

Entlang der Aufzugsstrecke wurden zwei Fahrzeuge beschädigt. Ein Demonstrant leistete Widerstand, als die Polizei ihn festnahm. Der Grund für die Festnahme: Er hatte zuvor versucht, einen Polizeibeamten zu schlagen. Insgesamt wurden fünf Strafermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung, Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz, versuchter Körperverletzung und Widerstandes eingeleitet.

Die Polizei war mit circa 100 Beamten im Einsatz. Vermutlich im Zusammenhang mit den Räumungen in Kopenhagen rollten Unbekannte gegen 3:40 Uhr drei Müllcontainer auf die Fahrbahn der Proskauer Straße in Friedrichshain und setzten diese in Brand. Während der Löscharbeiten wurde die Proskauer Straße zwischen Schreinerstraße und Frankfurter Allee kurzfristig gesperrt. (tso)

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