Sportgeschichte : Berlin bewirbt sich um Fußballmuseum

Die Hauptstadt bewirbt sich als Standort des vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) geplanten Nationalen Fußballmuseums. Der Senat bietet mehrere Standorte an, darunter das "Haus des Deutschen Sports" im Olympiapark.

Berlin - Berlin als Fußballstadt sei ein "absolut geeigneter Ort" für ein solches Museum. Der Senat hoffe deshalb, in dem Wettbewerb mit anderen Städten den Zuschlag zu erhalten. Mögliche Standorte sind das "Haus des Deutschen Sports" im Olympiapark in Charlottenburg und die "Alte Münze" am Mühlendamm in Mitte, sagte Sport-Staatssekretär Thomas Härtel.

Die Bewerbungsunterlagen werden nach Angaben Härtels bis Ende März eingereicht. Anschließend werde der DFB die Standorte besichtigen. Härtel geht davon aus, dass die Entscheidung Mitte 2007 fällt.

250.000 Besucher pro Jahr erwartet

In dem Museum, das der Verband selbst finanzieren und betreiben will, sollen die Entwicklung des Fußballs in Deutschland, die größten Erfolge und die namhaftesten Vereine präsentiert werden. Ab 2009 solle mit dem Aufbau der Dauerausstellung begonnen werden, sagte Härtel. Ein Termin für die Eröffnung stehe noch nicht fest. Der DFB rechnet nach Angaben des Staatssekretärs mit 250.000 Museumsbesuchern pro Jahr.

Die Grünen-Abgeordnete Alice Ströver forderte, dass sich der Senat auch um das vorhandene Deutsche Sportmuseum auf dem Olympiagelände kümmere. Dabei handele es sich um "eine der wichtigsten deutschen sportgeschichtlichen Sammlungen", sagte Ströver. Aus diesem Grund müsse sie im Falle einer Ansiedlung des DFB-Museums bei der Konzeption berücksichtigt werden, um ihr langfristig eine Perspektive zu geben. (tso/ddp)

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