STADTMENSCHEN in zwei Berliner Hotels : Gemütlich surfen, ritzy schwelgen

Genusswelten für Berlin-Besucher: Art-Déco Design im Ritz-Carlton und Jugendzimmeratmosphäre im Cowork-Ambiente des Moxy


Wer denkt, dass Touristen überwiegend gröhlend auf dem Bierbike unterwegs sind, kann in modernen Hotels eine andere Wirklichkeit kennenlernen. Das Hotel Moxy erkennt man schon, wenn man aus dem Bahnhof Gesundbrunnen heraustritt, am pinkfarbenen Schriftzug auf dem Haus in der Hochstraße. Der erste Geburtstag wurde gefeiert mit Aussicht auf Zuwachs. Nebenan eröffnet demnächst ein „AC by Marriott“.

Im Moxy ist loungige Gemütlichkeit angesagt, denn die schätzen preisbewusste Gäste, wenn sie sich um die lange Tafel zum digitalen Nachtgebet versammeln. „So einen großen Tisch braucht man heute einfach“, sagt General Manager Stephen Nash. Dem aus Israel stammenden Hotel-Unternehmer Ron Ben Haim gehört das Moxy.

Der Stil der Golden Twenties

Rund 40 Millionen Euro hat nach Angaben von Marriott International die Renovierung des Hotels Ritz-Carlton am Potsdamer Platz gekostet. Für Generaldirektor Robert Petrovic ist es „wunderbar zu sehen, dass die Architektur des Gebäudes mit seiner hellen Sandsteinfassade und das elegante Innendesign im Stil des Art déco nun eine harmonische Einheit bilden“. Die Lobby mit Marmorkamin und Flammenskulptur unter dem Gemälde „She Represents“, das Jeanne Mammen 1928 der Lebendigkeit der Berliner Frauen widmete, soll zum Entspannen einladen. Die Ausgestaltung der Gästezimmer soll an die historische Bedeutung des Platzes ebenso erinnern wie an den Glamour der frühen Leinwandstars.

Eine Live-Musikbühne dominiert die Bar „The Curtain Club“. In der Bar „Fragrances“ stehen große Parfüms Pate für die Drinks. Das Restaurant heißt jetzt „Pots“ (Kritik am Sonnabend auf unseren kulinarischen Seiten „Mehr Genuss“). Das alles ist mit einer „Golden Gala“ auch bereits kräftig gefeiert worden. Wer das Foyer betrat, konnte das Gefühl bekommen, in einer Szene aus „Babylon Berlin“ gelandet zu sein.

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