• Streit in der Parteispitze über Rauswurf: AfD-Chef Chrupalla dankt Kalbitz für „große Verdienste“

Streit in der Parteispitze über Rauswurf : AfD-Chef Chrupalla dankt Kalbitz für „große Verdienste“

Parteichef Meuthen hatte den Rauswurf des Brandenburger Landeschefs unterstützt – nun kritisiert der Co-Parteivorsitzende Tino Chrupalla den Schritt.

Der Co-Bundesvorsitzende der AfD, Tino Chrupalla.
Der Co-Bundesvorsitzende der AfD, Tino Chrupalla.Foto: Monika Skolimowska/dpa

Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla hat den Rauswurf des Brandenburger Landeschefs Andreas Kalbitz aus der Partei kritisiert und diesem „große“ Verdienste zugesprochen. Dies hätte bei der Mehrheitsentscheidung im Bundesvorstand über Kalbitz' Mitgliedschaft berücksichtigt werden sollen, erklärte Chrupalla am Sonntagabend in der ARD. Er selbst hatte sich bei der Abstimmung für Kalbitz eingesetzt – anders als sein Co-Vorsitzender Jörg Meuthen, der die Entscheidung mit herbeigeführt hatte.

Eine Spaltung der Partei sieht Chrupalla, der seinen Wahlkreis im sächsischen Görlitz hat, dennoch nicht. „Es gibt auch keine Spaltung zwischen Ost und West.“ Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland sieht ebenfalls keine Spaltung, wie er im ZDF sagte. „Aber natürlich gibt es eine Zerreißprobe“, fügte er hinzu.

Der Kurs der AfD wird sich nach Chrupallas Darstellung beibehalten. „Wir sind eine konservativ-soziale Partei“, sagte er. „Daran wird sich nichts ändern.“

Der Bundesvorstand der AfD hatte Kalbitz' Mitgliedschaft am Freitag per Mehrheitsbeschluss für nichtig erklärt. Hintergrund sind frühere Kontakte im rechtsextremen Milieu. Kalbitz gilt neben Höcke als wichtigster Vertreter der rechtsnationalen Strömung in der Partei, die vom Verfassungsschutz als rechtsextreme Bestrebung beobachtet wird. (dpa)

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