Täter noch nicht gefasst : 57 Mordfälle in Berlin sind nicht aufgeklärt

Die ältesten ungeklärten Fälle reichen bis ins Jahr 1968 zurück. Da Mord nicht verjährt, laufen die Ermittlungen aber noch heute.

Polizeiabsperrung (Symbolbild).
Polizeiabsperrung (Symbolbild).Foto: Paul Zinken/dpa

Seit teils mehr als 50 Jahren suchen Ermittler in Berlin nach Spuren von Mördern in ungeklärten Fällen: Zum Stichtag 17. September 2019 habe es 57 Morde gegeben, die noch nicht vollständig aufgeklärt seien, geht aus der Antwort der Senats-Innenverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage des FDP-Abgeordneten Marcel Luthe hervor, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

Die ältesten Fälle stammen demnach aus dem Jahr 1968. Da Mord nicht verjähre, würden die Ermittlungen nicht eingestellt.

Im vergangenen Jahr seien 35 Mordfälle aufgeklärt worden, darunter ein Delikt aus dem Jahr 1972. Bei 19 Taten aus dem Jahr 2018 seien die Ermittler im selben Jahr erfolgreich gewesen, bei 15 Morden werde aber noch ermittelt.

Im Gefängnis Tegel kam es laut der Antwort 2016 und 2017 zu jeweils einem versuchten Totschlag. Angegriffen wurden Häftlinge, einmal in der Sicherheitsstation des Gefängnisses, einmal in der Teilanstalt V. Wie die Senatsverwaltung weiter mitteilte, soll in beiden Jahren ein Inhaftierter auch versucht haben, einen Mord anzustiften. (dpa)

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