• Tagesspiegel-Veranstaltung zu 30 Jahre Meinungsfreiheit: Was Besucher heute in der Volksbühne erwartet

Tagesspiegel-Veranstaltung zu 30 Jahre Meinungsfreiheit : Was Besucher heute in der Volksbühne erwartet

Anlässlich des Mauerfall-Jubiläums laden Tagesspiegel, „Berliner Zeitung“ und die BpB am Donnerstagabend in die Volksbühne. Es ist der Abschluss eines Projekts.

Die Veranstaltung beginnt um 18Uhr im Grünen Salon der Volksbühne
Die Veranstaltung beginnt um 18Uhr im Grünen Salon der VolksbühneFoto: dpa

An diesem Donnerstag feiern der Tagesspiegel, die „Berliner Zeitung“ und die Bundeszentrale für politische Bildung mit und in der Volksbühne 30 Jahre Mauerfall und 30 Jahre Meinungsfreiheit. Die Feier ist gleichzeitig Abschluss unserer zehnteiligen Debattenserie: Zehn Wochen lang haben Prominente, Leserinnen und Schüler im Tagesspiegel und in der „Berliner Zeitung“ über zehn Themen diskutiert, die die Debatte in Deutschland prägen.

Esra Küçük moderiert Gespräch zwischen Autoren

Auch der Donnerstagabend in der Volksbühne soll eine große Feier der Meinungsfreiheit werden. Er beginnt um 18 Uhr im Grünen Salon mit einem Gespräch zwischen Simon Strauß, Deniz Utlu und Jackie Thomae, das von Esra Küçük moderiert wird. In ihren Romanen erzählen die Autoren und die Autorin Geschichten von Herkunft und von der Suche nach Zugehörigkeit und Identitäten. Für diese Veranstaltung gibt es noch wenige Restkarten an der Abendkasse.

Ab 19.30 Uhr geht es im Großen Haus der Volksbühne weiter. In einer Art Late-Night-Show spricht der Musiker und Kabarettist Martin Zingsheim unter anderem mit den Schauspielerinnen Anna und Nellie Thalbach, dem Künstlerpaar Jochen Sandig und Sasha Waltz, dem früheren Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, der Schriftstellerin Katja Lange-Müller, der Moderatorin Marion Brasch, dem Lyriker Max Czollek, den Klima-Aktivistinnen Carla Reemtsma und Sophia Salzberger sowie dem Fotografen Sven Marquardt. Dazu gibt es Musik von DOTA.

Danach feiern wir im Foyer der Volksbühne. Lorenz Maroldt und Anna Sauerbrey aus der Tagesspiegel-Chefredaktion werden da sein; ebenso Robert Ide, als Geschäftsführender Redakteur verantwortlich für die Berichterstattung und die Aktionen zum Jubiläum des Mauerfalls. Sie finden uns am Tagesspiegel-Stand im Foyer der Volksbühne. Sprechen Sie uns an, sagen Sie uns Ihre Meinung!

Was wurde bereits diskutiert?

Alle Texte aus der Debattenserie, die in der vergangenen Wochen parallel in der „Berliner Zeitung“ und im Tagesspiegel veröffentlicht wurde, können Sie unter causa.tagesspiegel/gesellschaft nachlesen. Los ging es in der ersten Woche mit der Frage: „Kann das Auto weg?“ So oder so ist es ein Erfolgsmodell, schrieb der „Autopapst“ Andreas Keßler. „Fahrradfahren für den Systemwechsel“, forderte die Schauspielerin Liv Lisa Fries. Und der Pensionär Reinhold Osterhus, erklärte, warum er im Alltag nicht ohne Auto auskommen würde.

Weiter ging es mit den Frage, ob man heute noch Fleisch essen sollte – auch das, wie die Debatte über das Auto – eine, an der sich unsere Leserinnen und Leser sehr rege beteiligt haben. „In unserem Essen steckt zu viel Leid“, meinte die Autorin Hilal Sezgin. Klar darf man noch Fleisch essen, hielt der Gastronom Boris Radczun dagegen – wir sollten aber zurück zum Prinzip „Festtagsbraten“, also weniger und besseres Fleisch.

Wie weiter zwischen den Geschlechtern? Wie viel Computer braucht der Mensch? Was ist Heimat? Was ist uns das Klima wert? Wie bleibt Wohnen bezahlbar? Wie viel Religion braucht Deutschland? Was darf man noch sagen? Diese Themen haben uns ebenfalls begleitet.

Die Leserschaft bringt sich ein

In der zehnten und letzten Woche haben wir darüber diskutiert, ob Deutschland ein geeintes Land ist. Diese Frage wird uns und die deutsche Öffentlichkeit sicher noch lange begleiten und vor allem im kommenden Jahr, bis zum 30. Jahrestag der Wiedervereinigung, viel debattiert werden. In unserer Debatte schrieb unter anderem die Ost-Berlinerin Martina Weyrauch, heute Leiterin der Landeszentrale für politische Bildung in Brandenburg: Ja, wir sind ein Land. Ein „Happy End“ wie im Märchenbuch werde es allerdings nie geben. Es werde immer Angst, Umbrüche, Herausforderungen und Konflikte geben in Deutschland.Wir können also nie aufhören, daran zu arbeiten – und darüber zu diskutieren. Beim Tagesspiegel werden wir das natürlich auch weiterhin tun.

Eines hat uns an der Serie besonders gut gefallen: Die Texte der Bürger und Alltagsexpertinnen, die sich mit ihrer Perspektive in die Diskussionen eingemischt haben. Dieses Format möchten wir gern weiterführen. Wenn Sie zu einem aktuellen politischen Thema Ihre Erfahrungen und Ihre Expertise beitragen möchten, schreiben Sie an meinung@tagesspiegel.de. (Tsp)

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