Teures Wohnen in Berlin : Mieten steigen im Osten am stärksten

Die höchsten Steigerungen in drei Jahren gab es in Alt-Treptow und Plänterwald mit jeweils 21,6 Prozent. In Lichtenberg stiegen die Neumieten nur einstellig.

Johannes C. Bockenheimer
Die Mieten in Berlin stiegen in den vergangenen drei Jahren rasant an.
Die Mieten in Berlin stiegen in den vergangenen drei Jahren rasant an.Foto: Kitty Kleist-Heinrich TSP

In beinahe allen Berliner Ortsteilen sind in den vergangenen drei Jahren die Neumieten zweistellig gestiegen. Das geht aus einer neuen Auswertung des Immobilienmaklers Homeday hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt.

Besonders im Osten der Hauptstadt verlangten die Vermieter dabei deutlich mehr von ihren Mietern: Die höchsten Steigerungen gab es dabei in Alt-Treptow und Plänterwald mit jeweils 21,6 Prozent. Nur ein Lediglich in zwei Berliner Ortsteilen stiegen die Neumieten einstellig: In Charlottenburg-Nord um 9,1 Prozent und im zu Lichtenberg zählenden Wartenberg um 9,7 Prozent.

„Unsere Analyse zeigt, dass heute schon in insgesamt 41 der 96 Berliner Ortsteile Mietpreise bei Neuanmietung im zweistelligen Bereich liegen“, kommentierte Steffen Wicker, Homeday-Geschäftsführer, die Entwicklung. „Vor drei Jahren waren es gerade einmal acht Ortsteile mit Mietpreisen über zehn Euro pro Quadratmeter.“ So in Wedding, der zu den ökonomisch schwachen Ortsteilen zähle, fielen bei Neuvermietungen mittlerweile elf Euro pro Quadratmeter an.

Für die Untersuchung wurden vom Immobilienmakler Homeday die Mietpreise in allen 96 Ortsteilen im Zeitraum Mitte 2016 bis Mitte 2019 miteinander verglichen.

Grundlage waren dabei die Angebotsdaten aus über 300 verschiedenen Internetportalen sowie Tages- und Wochenzeitungen. Die Daten reichen bis zu fünf Jahre zurück.

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