Berlin : Training draußen: Kneifen gilt nicht

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DIE RICHTIGE KLEIDUNG

Hier zu investieren, lohnt sich, wissen die Profis. „Mit atmungsaktiver Funktionskleidung und dem Zwiebelschalenprinzip ist man für jedes Wetter gewappnet“, sagt Personal Trainerin Alexandra Huschke. Statt Baumwoll-T-Shirt also lieber Kleidung aus Polypropylen tragen. Die zieht den Schweiß an, ohne ihn zu speichern. Wird das Wetter schlecht, muss Sportkleidung auch vor Wind und Regen schützen. Vor allem bei Jacken auf die drei W’s achten: wasserdampfdurchlässig , sprich atmungsaktiv, wind- und wasserdicht . Kleidung, mit der man im Dunkeln unterwegs ist, sollte außerdem hell sein und das Licht reflektieren , empfiehlt Alexandra Huschke. Und weil Körperwärme auch über Hände und Kopf entweicht, bei Kälte unbedingt Mütze und Handschuhe tragen. Und: Nicht gerade beim Schuhwerk sparen. Das rächt sich.

ÄUSSERE UMSTÄNDE

Was ein richtiger Jogger ist, lässt sich auch in der kalten Jahreszeit nicht vom Laufen abbringen. Dabei sind die Temperaturen nicht das Hauptproblem. Viel gefährlicher ist die schlechte Sicht nach Einbruch der Dunkelheit auf unbeleuchteten Wegen. Schnell übersieht man da ein Schlagloch, knickt um und holt sich eine schmerzhafte Bänderzerrung oder Schlimmeres. „Bei schlechtem Wetter deshalb nur auf ebenen Straßen und Wegen laufen“, sagt Alexandra Huschke. Ebenfalls hilfreich an dunklen Tagen: eine Stirnlampe . Gibt’s in größeren Baumärkten und Kaufhäusern ab ca. 30 Euro.

ESSEN

Bewegung mit vollem Magen ist nicht zu empfehlen, mit leerem noch viel weniger. Eine Kleinigkeit wie eine Banane oder ein Joghurt füllt die Energiespeicher. Die letzte größere Mahlzeit sollte aber doch mindestens zwei Stunden zurückliegen.

UND AUSSERDEM

„Frauen, die allein laufen, sollten CS-Gas dabeihaben“, sagt Andrea Huschke. Wer Angst hat, läuft besser auf Gehwegen in belebteren Gegenden als im Park und ohne Musik im Ohr.

Im Übrigen: Musik beeinflusst den Herzschlag. Also: besonders gut auf den Puls achten.

LUSTPRINZIP

Ob man sein Programm durchhält, hängt davon ab, wie viel Freude man daran hat. Wem es Spaß macht, zur Lieblingsmusik zu trainieren oder neue, schicke Laufklamotten auszuführen – bitte. Die einfachere Motivation: Die Vorfreude nutzen und sich ausmalen, wie entspannt man sich nach dem Training fühlen wird. Und immer an das „ Heldengefühl denken, durchgehalten zu haben“, sagt Alexandra Huschke. pul

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