Umfrage von Tagesspiegel und DAK : Was wissen die Berliner über Gesundheit?

Wenn es um Gesundheit geht, informieren sich die meisten Berliner erstmal beim Arzt. Eine Tagesspiegel-Umfrage wollte jetzt Genaueres wissen.

Wer sich online über Gesundheitsthemen informiert, sollte einiges beachten.
Wer sich online über Gesundheitsthemen informiert, sollte einiges beachten.Foto: picture alliance / Christoph Soe

Immer beschwören Politiker den „mündigen Patienten“, der selbst über die Belange seiner Gesundheit entscheiden könne. Doch wie steht es um die Gesundheitskompetenz der Berlinerinnen und Berliner? Dem ging jetzt eine gemeinsame Umfrage von DAK und Tagesspiegel nach, die das Meinungsforschungsinstitut Forsa durchführte. An der repräsentativen Umfrage im Dezember 2018 haben sich 1004 Berliner beteiligt. Dabei waren Mehrfachnennungen möglich, weshalb die jeweiligen Werte über 100 Prozent sein können.

Der Arzt ist die wichtigste Informationsquelle bei Gesundheitsfragen: 84 Prozent der Berliner fragen ihren Arzt. Auf Platz 2 folgt das Internet: 64 Prozent recherchieren bei Google und anderen Suchmaschinen. 56 Prozent befragen Freunde und Angehörige. 35 Prozent nutzen bestimmte Gesundheitsportale. Angebote der Krankenkassen nutzen 35 Prozent, gedruckte Gesundheitsmagazine, wie die Tagesspiegel-Gesundheitsratgeber, 34 Prozent und Radio und TV 30 Prozent.

Auch bei der Wahl eines Krankenhauses verlassen sich die Berliner auf ihren Arzt. Für 86 Prozent ist dessen Klinikempfehlung ein entscheidendes Kriterium. Deshalb befragt auch der Tagesspiegel für seine Gesundheitsratgeber die Ärzte, welche Kliniken sie empfehlen. Informationen aus Bewertungsportalen oder den Qualitätsberichten der Krankenhäuser sind nur für 30 beziehungsweise 24 Prozent ein entscheidendes Kriterium für die Klinikwahl.

Berliner Ärzte können gut kommunizieren

Andererseits geben viele Berliner an, dass es schwierig sei, Informationen zu bekommen, um einen geeigneten Behandler, also Arztpraxis, Krankenhaus oder Rehazentrum, auswählen zu können. Insgesamt 37 Prozent finden das „sehr schwierig“ oder „ziemlich schwierig“. Dagegen finden es nur elf Prozent schwierig zu verstehen, was ihr Arzt ihnen sagt. Die Berliner Ärzte können also offenbar gut kommunizieren.

Aber was ist, wenn die Behandlung schiefläuft? Die meisten (66 Prozent) der Berliner würden sich dann an ihre Krankenkasse wenden. 41 Prozent würden die Kassenärztliche Vereinigung oder die Ärztekammer um Rat fragen, 39 Prozent die Unabhängige Patientenberatung.

Am kommenden Mittwoch, dem 23. Januar 2019, ist die Gesundheitskompetenz der Berliner auch das Thema der Veranstaltung „DAK-Gesundheit im Dialog“ in der Urania, An der Urania 17,
10787 Berlin. Beginn 17 Uhr, der Eintritt ist frei. Die Tagesspiegel-Magazine „Kliniken Berlin“ und „Vorsorge & Reha“ mit den von Ärzten empfohlenen Kliniken sind erhältlich unter Telefon 030 29021-520 oder im Internet: shop.tagesspiegel.de für je 12,80 Euro (Tagesspiegel-Abonnenten 9,80 Euro).

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