Unfälle in Berlin : Drei Fußgänger von Autofahrern schwer verletzt

Gleich drei Mal haben am Montag Autofahrer Fußgänger in Berlin angefahren und schwer verletzt: In Mariendorf, Kreuzberg und Prenzlauer Berg.

Ein Rettungswagen im Einsatz.
Ein Rettungswagen im Einsatz.Foto: Ralph Peters

Der erste Fall ereignete sich am Montagmittag in Mariendorf, wie di Polizei am Dienstag mitteilte. Ein Mann wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen überquerte der 68-jährige Fußgänger gegen 12 Uhr den Mariendorfer Damm. Hierbei kam es zu einem Zusammenstoß mit dem Opel einer 57-jährigen Fahrerin, die gerade auf dem Mariendorfer Damm wendete. Der Fußgänger wurde mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht, wo er stationär verbleibt. Die Autofahrerin blieb unverletzt.

Kreuzung bei Rot überquert

Am Nachmittag passierte dann der nächste Unfall in Kreuzberg. Hier wurde eine Fußgängerin von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr ein 24-Jähriger gegen 16.15 Uhr mit einem Renault die Zossener Brücke in Richtung Lindenstraße. Nach Angaben von Zeugen soll der 24-Jährige dann rechts an stehenden Fahrzeugen vorbei gefahren und bei Rot die Gitschiner Straße überfahren haben.

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Dabei erfasste er mit dem Renault die 33-Jährige, die die Lindenstraße bei Grün überquert haben soll. Die Fußgängerin wurde durch die Luft auf die Fahrbahn geschleudert. Sanitäter und ein Notarzt brachten sie mit lebensbedrohlichen Kopf- und Rumpfverletzungen zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 5 hat die weitere Unfallbearbeitung übernommen.

Betrunken um die Ecke gebogen

Beim dritten verhängnisvollen Unfall des Tages wurde dann am Abend eine Fußgängerin bei einem Unfall in Prenzlauer Berg. Ersten Ermittlungen zufolge war ein 64-Jähriger gegen 18 Uhr mit seinem Ford in der Hosemannstraße in Richtung Grellstraße unterwegs und erfasste beim Rechtsabbiegen in die Ostseestraße die 58 Jahre alte Fußgängerin. Sie erlitt Beinverletzungen und wurde von Rettungskräften zur stationären Behandlung in eine Klinik gebracht.

Bei dem Autofahrer nahmen Polizeikräfte Alkoholgeruch in der Atemluft wahr. Eine bei ihm durchgeführte Atemalkoholkontrolle ergab einen Wert von rund 0,8 Promille. Der 64-Jährige wurde in ein Polizeigewahrsam gebracht, in dem ihm Blut abgenommen wurde. Seinen Führerschein beschlagnahmten die Einsatzkräfte. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der Autofahrer entlassen. Die weitere Unfallbearbeitung hat der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 1 übernommen.

Fußgänger sind im Berliner Straßenverkehr besonders oft Opfer von Unfällen mit schweren Folgen. Auf dieser Karte können Sie sehen, wo es in Berlin besonders oft Unfälle gibt. (Tsp/lvt)

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