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Flughafen Berlin-Brandenburg: Unsaubere Abrechnungen einer BER-Firma
2017 soll der BER eröffnen, 2016 soll er fertig sein, 2015 gibt es Ärger. Auch jetzt wieder.
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Die Flughafengesellschaft FBB dementiert einen neuen BER-Korruptionskandal, bestätigt aber einen Fall von Abrechnungs-Ungereimtheiten. „Der Vorgang zeigt, dass die internen Kontrollmechanismen funktionieren“, erklärte ein Sprecher auf Anfrage. Anlass ist ein B.Z.-Bericht, wonach eine Firma, die mit der BER-Rechnungsprüfung beauftragt ist, nicht ausreichend qualifiziertes Personal eingesetzt haben soll – darunter die Ehefrau eines FBB-Mitarbeiters. Dies sei bei routinemäßigen Nachtragsprüfungen festgestellt worden.
„Die Firma hat die entsprechenden Gelder zurückerstattet, sodass der FBB kein Schaden entstand.“ Es habe unterschiedliche Vertragsauslegungen gegeben, die aber geklärt worden seien. Daher habe man auf eine Strafanzeige verzichtet. Die Flughafengesellschaft Berlins, Brandenburgs und des Bundes hatte nach Korruptionsskandalen um den mittlerweile verurteilten Ex-Technikchef Jochen Großmann und um einen kürzlich verhafteten Ex-Bereichsleiter, der von Imtech bestochen worden sein soll, einen Null-Toleranz-Kurs bei Korruption versprochen.
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