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VBKI-Ball in Berlin : Mit Schwung in den Herbst

Der VBKI, der Verein Berliner Kaufleute und Industrieller, lud am Samstagabend zum Sommerfest. Viel Prominenz war dabei.

So sieht entspanntes Netzwerken unter dem Baldachin aus. Die Gäste konnten sich nicht nur über Klassiker der Sommerküche, sondern auch über internationales Street-Food freuen. Weitere Fotos finden Sie auch auf der Webseite des VBKI.
So sieht entspanntes Netzwerken unter dem Baldachin aus. Die Gäste konnten sich nicht nur über Klassiker der Sommerküche, sondern...Foto: DAVIDS/ Sven Darmer

Das war ein in jeder Hinsicht erfrischender Abend. Beim traditionellen Sommerfest des Vereins Berliner Kaufleute und Industrieller (VBKI) freute sich Gastgeber Markus Voigt, mal wieder „richtig durchatmen“ zu können. Der inzwischen ungewohnt kühle Wind brachte aber auch temporäre Entscheidungsprobleme mit sich. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop zog ihren perfekt zum Kleid passenden altrosa Trenchcoat für die Fotos anfangs immer noch mal aus, bevor sie sich fröstelnd den Temperaturen ergab, denen nur noch vereinzelte Damen mit Spaghettiträgern trotzten.

Für manche Unternehmer lag eine typisch berlinische Ironie darin, dass in den letzten heißen Wochen Wespenplage und Sumpfkrebswanderungen zu großen Themen angewachsen waren, ganz wie in einer Stadt, die keine anderen Sorgen hat, weil alles so reibungslos läuft. Denn so heikle Themen wie Bauen und Verkehr sind unter der sengenden Sonne ja nicht einfach verdorrt wie viele Pflanzen.

VBKI: Sommerfest der Wirtschaft 2018
In bester Gesellschaft: Die gutgelaunten Gastgeber VBKI-Präsident Markus Voigt, VBKI-Geschäftsführer Udo Marin und Mirijam Voigt begrüßen den Regierenden Bürgermeister Michael Müller. Weitere Fotos finden Sie auch auf der Webseite des VBKI.Weitere Bilder anzeigen
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02.09.2017 18:00In bester Gesellschaft: Die gutgelaunten Gastgeber VBKI-Präsident Markus Voigt, VBKI-Geschäftsführer Udo Marin und Mirijam Voigt...

VBKI-Präsidenten Markus Voigt, der eines der interessantesten Business-Netzwerke in den letzten Jahren kräftig verjüngt hat, nutzte die Chance, seine Gäste auf einen aktiven Herbst einzustimmen. Für ihn liegt eine plausible Lösung darin, dass die Wirtschaft zum natürlichen Partner der Politik wird, damit man gemeinsam die Probleme pragmatisch anpacken kann. Aus der Wirtschaftsperspektive würde es schon helfen, wenn Reizthemen weniger polarisierend behandelt würden, sondern streng lösungsorientiert, sagte er. Die Mieter auf der einen und die Bauwirtschaft auf der anderen Seite müssten keine natürlichen Gegner sein.

Die Bürokratie eignet sich da schon eher als große Verhinderin. Schnellere Baugenehmigungen seien für die Wirtschaft das A und O zur Beseitigung des Wohnungsmangels und eine vernünftige Schubkraft, um der Devise „Bauen, bauen, bauen“ Tempo und Schwungkraft zu geben. Zukunftsaufgaben, so Markus Voigt, ließen sich nur meistern, wenn alle Akteure an einem Strang ziehen.

Dass seine Gedanken auf fruchtbaren Boden fallen könnten, dafür sprach die Gästeliste. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller warb in seinem Grußwort darum, die Stadt nicht immer nur schlecht zu reden, sondern auch anzuerkennen, was alles schon geschafft wurde. Auch Innensenator Andreas Geisel, Justizsenator Dirk Behrendt und Abgeordnetenhauspräsident Ralf Wieland, FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja, Mercedes-Vertriebsdirektor Hans-Bahne Hansen, Designerin Nanna Kuckuck und die künftige Vorstandsvorsitzende der Bürgerstiftung Vera Gäde-Butzlaff ließen sich auf anderen Gedanken bringen.

Tänzchen beim VBKI-Ball 2016 im Hotel Intercontinental.
Tänzchen beim VBKI-Ball 2016 im Hotel Intercontinental.Foto: Kai-Uwe Heinrich

Natürlich bot der Abend eine Steilvorlage, über gemeinnütziges Engagement zu reden, wozu neben den Lesepatenschaften auch die Sportförderung zählt, der Preis der Berliner Galerien und die Kulturförderung. Da zeigte der Regierende mal selber, wie das geht mit dem Lob. So viel Engagement sei keineswegs selbstverständlich zu nehmen.

Schon zum zweiten Mal war die European School of Management and Technology (ESMT) für das Fest ausgewählt worden. Das einstige Staatsratsgebäude steht ja auch dafür, was in den vergangenen Jahren aufgebaut wurde, was sich durchaus inspirierend auf den zukunftsfrohen Small Talk auswirkte.

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