Verdacht auf Brandstiftung in Mitte : Feuerwehr rettet Frauen aus verrauchtem Aufzug

Eine brennende Matratze hätte in der Nacht zu Freitag beinahe zwei Frauen das Leben gekostet. Die Polizei ermittelt nun wegen Brandstiftung.

Ein Leiterwagen der Berliner Feuerwehr.
Ein Leiterwagen der Berliner Feuerwehr.Foto: imago/Seeliger

Der Alarm erreichte die Feuerwehr um 23.03 Uhr. In einem Hochhaus in der Karl-Liebknecht-Straße 9 war ein Brand ausgebrochen, zwei Frauen steckten in einem Fahrstuhl fest.

Nach Angaben einer Feuerwehrsprecherin von Freitagmorgen brannte in einem Fahrstuhl eine Matratze. Dadurch war der Fahrstuhlschacht voller Rauch, der auch in den zweiten Fahrstuhlschacht direkt nebenan zog. Dadurch wurde eine Lichtschranke unterbrochen, die Störungen im Aufzug meldet.

Die Folge: Der Aufzug blieb zwischen dem vierten und fünften Stockwerk stecken. Im Fahrstuhl: Zwei Frauen, die den giftigen Dämpfen ausgeliefert waren und sich nicht mit eigener Kraft aus dem Aufzug befreien konnten. Aber sie riefen rechtzeitig die Feuerwehr zur Hilfe.

"Unsere Kollegen öffneten die Türen gewaltsam und holten zwei Menschen heraus", sagte die Feuerwehrsprecherin. Die beiden Betroffenen kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus.

Insgesamt waren in dem Gebäude, das am Fuße des Fernsehturms direkt gegenüber der St. Marienkirche liegt, 58 Feuerwehrleute im Einsatz. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Brandstiftung.

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