Verkehr in Berlin : Stadtbahn-Abschnitte werden im Winter gesperrt

Die Arbeiten der Bahn führen in den nächsten Monaten zu einigen Sperrungen, auch zwischen Alexanderplatz und Ostkreuz. Hier eine Übersicht.

Neben der Stadtbahn sind unter anderem die Strecken der S2 und S21 von den Sanierungen betroffen.
Neben der Stadtbahn sind unter anderem die Strecken der S2 und S21 von den Sanierungen betroffen.Foto: picture alliance / dpa

Nicht ärgern, bittet die Bahn, weil sie weiter kräftig baut – oder putzt. Für Fahrgäste ist dies nicht leicht, denn die Arbeiten führen meist zu Sperrungen; unter anderem auf der östlichen Stadtbahn, im Nord-Süd-Tunnel sowie auf der S-Bahn-Linie S 2 (Bernau–Blankenfelde) im Norden und im Süden, teilte die Bahn am Freitag mit. Insgesamt investiert die Bahn nach Angaben ihres Berliner Chefs Alexander Kaczmarek in diesem Jahr in der Region 550 Millionen Euro.

Stadtbahn

Ganz dick kommt es zwischen Karlshorst/Lichtenberg und Ostkreuz/Ostbahnhof/Alexanderplatz. Auf der östlichen Stadtbahn, die zu den meist genutzten Strecken gehört, fahren vom 2. November bis zum 12. November abschnittsweise keine S-Bahnen. Bis zum 6. November wird der Bereich Karlshorst/Lichtenberg–Alexanderplatz gesperrt, was Tausende von Fahrgästen betreffen wird. Danach fahren bis zum 9. November keine Züge zwischen Karlshorst und Ostkreuz.

Vom 6. November ab 16 Uhr bis 7. November ist zudem der Abschnitt Erkner–Ostkreuz unterbrochen und vom 9. November gegen 22 Uhr bis zum Betriebsbeginn am 12. November gesellen sich die Strecken Karlshorst/Lichtenberg–Ostbahnhof dazu. Unter anderem erneuert die Bahn Gleise, stellt ihr Signalsystem zwischen Lichtenberg und Nöldnerplatz um und erprobt den neuen viergleisigen Betrieb zwischen Ostkreuz und Ostbahnhof.

Mit den vier Gleisen kann ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember die S 75 aus Wartenberg in der Hauptverkehrszeit bis Ostbahnhof fahren; sonst ist Warschauer Straße Endstation. Auch die wieder kommenden Verstärkerzüge der S 5 aus Mahlsdorf enden dort, und bei der S 9 (Flughafen Schönefeld–Spandau) verkürzen sich die Fahrzeiten.

Am Bahnhof Warschauer Straße nimmt die S-Bahn den zweiten Bahnsteig in Betrieb, auf die Fahrt mit Aufzügen zu und von den Bahnsteigen müssen die Fahrgäste nach Angaben des Berliner Bahnhofchefs Friedemann Keßler aber noch ein paar Tage warten.

Quelle: Deutsche Bahn AG

NORD-SÜD-TUNNEL

An zwei Wochenenden im Januar macht die Bahn auch den Nord-Süd-Tunnel zwischen Gesundbrunnen und Yorckstraße dicht, um dort bauen und putzen zu können. Die Arbeiten sollen konzentriert werden, sagte Olaf Schroeder, der Leiter Projekte bei der S-Bahn. Deshalb werde der Tunnel auch in den folgenden Jahren für diese Arbeiten gesperrt.

S 2 IM NORDEN UND IM SÜDEN

Im Norden der S 2 setzt die Bahn den Neubau von Brücken fort, was bis Anfang Mai zu Unterbrechungen bei der S-Bahn führt. Und im Süden gibt es wegen des Baus neuer Fernbahngleise mehrfach Ersatzverkehr mit Bussen. Im südlichen Bereich von Lichtenrade hat die Bahn bereits mit dem Bau von Lärmschutzwänden begonnen.

Die Siemensbahn in Bildern - Foto-Update
24. September 2020. Neun Jahre noch, dann soll die Siemensbahn wieder fahren. Die ersten Arbeiten an der Trasse haben bereits begonnen: Es wird geprüft, wie stabil der historische Stahlviadukt noch ist. Bagger holen zunächst den Steinschotter von der Stahlkonstruktion.Weitere Bilder anzeigen
1 von 865Foto: Jörn Hasselmann
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S 7 IN POTSDAM

Den Fahrplan stabilisieren will die S-Bahn durch den Bau eines zweiten Gleises zwischen dem Hauptbahnhof und Babelsberg, was ebenfalls mehrere Sperrungen erfordert. Im März werde sie länger dauern, kündigte die Bahn an. Das zweite Gleis soll am 25. März in Betrieb gehen. Parallel zu diesen Arbeiten beseitigt die Bahn auch Altlasten eines Tanklagers.

S 21 ZUM HAUPTBAHNHOF

Der Behelfsbahnsteig der Verbindung vom Nordring zum Hauptbahnhof unter der Invalidenstraße soll Ende 2020 in Betrieb gehen, weil der „richtige“ Bahnhof frühestens 2025 fertig sein wird. Feste Treppen und auch der Aufzug des Provisoriums werden dann wieder abgerissen. Es kostet einen „zweistelligen Millionbetrag“, sagte Projektleiter Thomas Rüffer.

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