• Verkehrsberuhigung in Kreuzberg und Mitte: Spiel und Spaß in Böckhstraße, autofrei für Friedrichstraße

Verkehrsberuhigung in Kreuzberg und Mitte : Spiel und Spaß in Böckhstraße, autofrei für Friedrichstraße

In Kreuzberg soll die erste temporäre Spielstraße Berlins entstehen, auch für die Friedrichstraße in Mitte gibt es Ideen.

Autos fahren im dichten Verkehr auf der Friedrichstraße. Eine Initiative will Abschnitte probeweise frei von Autos halten.
Autos fahren im dichten Verkehr auf der Friedrichstraße. Eine Initiative will Abschnitte probeweise frei von Autos halten.Foto: Arne Immanuel Bänsch/dpa

Dieseldebatten ohne Ende, Kassandra- Rufe in Sachen Klima: Der aktuelle Trend zur fußgänger- und radlerfreundlichen Stadt bringt auch Berlins Bürgerinitiativen für Spielstraßen und autofreie Shoppingzonen voran.

Wenigstens einmal pro Woche keine Pkw und Lkw vor der Haus- oder Ladentür – das streben derzeit Aktivisten in der Kreuzberger Böckhstraße und der Friedrichstraße in Mitte an.

Einmal pro Woche wird der Verkehr ausgesperrt

Konkret wird dieser sanfte Einstieg in lärm-, abgas- und unfallfreiere Zeiten nun an der Böckhstraße: Ab 2019 soll der Asphalt dort von April bis Oktober einmal wöchentlich im Bereich zwischen Graefe- und Grimmstraße für den Verkehr gesperrt werden. Einen entsprechenden Antrag hat die Bezirksverordnetenversammlung (BVV) von Friedrichshain-Kreuzberg am vergangenen Mittwoch unterstützt.

An der Friedrichstraße sind die Dinge hingegen noch nicht so weit. Aber auch dort setzt sich eine Initiative dafür ein, bestimmte Abschnitte probeweise einen Tag lang zu sperren – beispielsweise an einem Adventssamstag. Motto „Stadt für Menschen“. Das Erlebnis soll Lust auf mehr machen. Wie erholsam könnte Berlin ohne die ständige Verkehrslawine sein?

Klagen von Anwohnern könnten die Projekte bedrohen

Sollte es an der Böckhstraße klappen, wäre dies die erste temporäre Spielstraße Berlins. Spielen, Nachbarschaftstreffs, Events jeder Art sollen dann auf der Fahrbahn möglich sein. Erfolgreiche Vorbilder gibt es schon in Frankfurt am Main und Bremen, doch an der Spree scheiterten solche Initiativen bislang an der Bezirksbürokratie sowie an klagenden Gegnern in der Nachbarschaft, die auf ihren Wagen vor der Tür nicht verzichten wollten und sich gerichtlich durchsetzten.

Deshalb wollen die Böckhstraße-Aktivisten nun mit allen Anwohnern reden und sie um Unterstützung bitten. In der Friedrichstraße ist die Initiative hingegen noch am Anfang. Gespräche mit dem Bezirk Mitte werden aber offenbar schon geführt.

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