Vermisste Kinder in Berlin : Zwei Fälle, die der Polizei Rätsel aufgeben

Im Fall der vermissten Georgine Krüger ist ein Tatverdächtiger festgenommen worden. Wir zeigen zwei weitere Fälle, an denen Ermittler seit Jahren rätseln.

Manuel Schadwald verschwand auf dem Weg zum Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) in der Wuhlheide.
Manuel Schadwald verschwand auf dem Weg zum Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) in der Wuhlheide.Foto: Kitty Kleist-Heinrich

Laut Polizeistatistik wurden im vergangenen Jahr in Berlin 1442 Kinder, 4544 Jugendliche und 4896 Erwachsene als vermisst gemeldet. Die allermeisten Fälle sind nach kurzer Zeit geklärt: Die Vermissten tauchen wieder auf. Kinder haben schlicht die Zeit vergessen, oder Jugendliche sind von zu Hause ausgerissen. Ein Großteil der vermissten Minderjährigen sind unbegleitete Flüchtlinge, die sich der Obhut sozialer Einrichtungen entziehen. In wenigen Fällen muss die Polizei davon ausgehen, dass Vermisste Opfer einer Straftat geworden sind. Besonders die Schicksale von zwei verschwundenen Kindern geben den Ermittlern seit Jahren Rätsel auf.

Der vermisste Manuel Schadwald.
Der vermisste Manuel Schadwald.Foto: privat

Manuel Schadwald: Seit dem 24. Juli 1993 ist der Junge aus Tempelhof verschwunden. Der Zwölfjährige verließ damals die elterliche Wohnung im Gäßnerweg, um zum Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) in der Wuhlheide zu fahren. Er kannte den Weg, spielte dort oft am Computer. Doch im FEZ kam er nie an. Hinweise, der Junge sei in den Niederlanden sexuell missbraucht worden, bestätigten sich nicht. Die Ermittler gingen auch Aussagen von Zeugen nach, die Manuel Schadwald im Amsterdamer und Rotterdamer Rotlichtmilieu gesehen haben wollen, jedoch ohne Ergebnis. Bis heute fehlt von Manuel Schadwald jede Spur.

Seit November 2000 verschwunden: Sandra Wißmann (damals 12 Jahre alt).
Seit November 2000 verschwunden: Sandra Wißmann (damals 12 Jahre alt).Foto: Polizei

Sandra Wißmann: Vor 18 Jahren verschwand das zwölfjährige Mädchen aus der Böckhstraße in Kreuzberg. Auf der Internetseite der Berliner Polizei ist ihr Fall weiterhin nachzulesen: Am 28. November 2000 gegen 16.30 Uhr verabschiedete sich Sandra von ihrer Mutter am Kottbusser Damm. Sie wollte zum Karstadt am Hermannplatz, um für sie ein Geburtstagsgeschenk zu kaufen. Wenig später wird sie in der Nähe von Mitschülern gesehen, danach verliert sich ihre Spur. Die Polizei geht davon aus, dass das Mädchen einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen ist. wie

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