Jeder zweite Sonderzug ausgefallen

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Volksfest in Brandenburg : „Das hier ist Baumblüte, nicht nur irgendein Rummel“
Enrico Bellin

Weil die meisten geplanten Sonderzüge ausfielen, mussten sich tausende Besucher des Baumblütenfestes in Werder am ersten Wochenende in übervolle Waggons quetschen. Platzmangel gab es bei der An- und Abfahrt.

Chaos bei An- und Abreise

Ausgerechnet zum Baumblütenfest konnte die Bahn am Wochenende nur jeden zweiten der stündlich geplanten Sonderzüge zwischen Berlin und Werder (Havel) fahren lassen. Der Grund war Personalmangel. Schon die Anreise nach Werder in die Mittelmark zog sich bis 18 Uhr hin, da viele Menschen lange auf einen Platz im Zug warten mussten.

Probleme gab es auch bei der Abreise: Am Abend musste die Bundespolizei den Zugang zum Bahnsteig in Werder wegen des großen Andrangs zeitweise sperren, die Abreise vom Fest, das um 22 Uhr endet, zog sich bis Mitternacht hin. „Ab dem 1. Mai wollen wir aber alle Sonderzüge fahren lassen“, sagte eine Bahn-Sprecherin.

Rekorde

Trotz der Probleme brachte das erste Festwochenende Besucherrekorde für das Baumblütenfest: Laut Bundespolizei waren am Samstag mehr als 22.000 Gäste per Bahn zum Fest angereist – gut 2.000 Besucher mehr als am gleichen Tag des Vorjahres. Am Sonntag kamen dann nur noch 14.000 Besucher per Bahn in die Stadt.

Straftaten

Mit der Besucherzahl ist auch die Zahl der Straftaten gestiegen: Am Samstag hat die Bundespolizei mehr als 40 Anzeigen (2017: 12) aufgenommen: 13 wegen Körperverletzungen, der Rest überwiegend wegen Drogen. Es gab auch mehr Platzverweise: Im Vorjahr waren es am ersten Tag 56, in diesem Jahr 200. Die Bundespolizei führt das auch auf die Wartezeiten am Bahnhof zurück.

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