Vor der Landtagswahl 2019 : Umfrage: AfD und SPD in Brandenburg gleichauf

Laut einer Meinungsumfrage überholt die AfD in Brandenburg die CDU und liegt mit 23 Prozent nun gleichauf mit der regierenden SPD.  

Roberto Jurkschat
Mit SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke sind 57 Prozent der Brandenburger zufrieden.
Mit SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke sind 57 Prozent der Brandenburger zufrieden.Foto: Sophia Kembowski/dpa

Die Brandenburger AfD befindet sich weiter im Umfragehoch und liegt nun mit 23 Prozent der Stimmen vor CDU, Linken, Grünen und der FDP. Allein die SPD liegt mit 23 Prozent noch gleichauf mit den Rechtspopulisten, die im Vergleich zum April einen Prozentpunkt zulegen konnten. Wie aus dem BrandenburgTrend hervorgeht, den das Meinungsforschungsinstitut infratest dimap im Auftrag des rbb ermittelt hat, bleibt die SPD auf dem Tiefststand und fällt weiter deutlich hinter ihr Landtagswahlergebnis von 2014 zurück. Damals holten die Sozialdemokraten 31,9 Prozent der Stimmen im Land. Die CDU verliert im Vergleich zum April zwei Prozentpunkte und würde laut Umfrage noch auf 21 Prozent der Stimmen kommen, wenn am Sonntag Landtagswahl wäre. 

Die Linke verharrt bei 17 Prozent im Stimmungstief. Die Grünen könnten wie im April mit 7 Prozent rechnen. Die FDP hätte mit 5 Prozent (+1) die Chance auf den Wiedereinzug in den Potsdamer Landtag. Die Zahl der Menschen, die mit der Regierungspolitik zufrieden und unzufrieden sind, hält sich die Waage (49% zu 49%).

Besonders unzufrieden zeigen sich die Befragten mit den Anstrengungen der Landesregierung in der Asyl- und Flüchtlingspolitik. Zwei Drittel (65 Prozent) stellen der Landesregierung dafür ein schlechtes Zeugnis aus. Die kritische Sicht reicht hier weit ins Regierungslager: Unter den Anhängern von SPD (49 Prozent) und Linke (55 Prozent) zeigt sich jeweils etwa die Hälfte unzufrieden. 95 Prozent der AfD-Anhänger kritisieren die Asyl und Flüchtlingspolitik. 

Pharmaskandal hatte wenig Einfluss auf das Ergebnis

Der Lunapharm-Skandal um gestohlene und möglicherweise unwirksame Krebsmedikamente hat auf die politische Stimmung keinen größeren Einfluss. Die zurückgetretene Gesundheitsministerin Diana Golze von den Linken wird in Brandenburg mehrheitlich kritisch bewertet: 30 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Linken-Landesvorsitzenden unzufrieden, während sich 24 Prozent zufrieden zeigten. Sie liegt damit allerdings noch vor Ingo Senftleben, dem Landesvorsitzenden der oppositionellen CDU, mit dem nur 19 Prozent der Brandenburger zufrieden sind. Mit SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke sind 57 Prozent zufrieden.

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