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 Der Spitzenkandidat der Brandenburger CDU, Ingo Senftleben, hört auf seiner Wahlkampfwandertour den Ingo-Song.

© Oliver Killig/dpa

Wahlkampfsong der CDU Brandenburg: Auf den Po hauen und einen heben mit dem Landei Ingo Senftleben

Die CDU Brandenburg hat zur Landtagswahl für Spitzenkandidat Ingo Senftleben einen Song produziert. Viele finden es schräg oder mutig. Aber alle reden drüber.

In Brandenburg ist wieder jemand gegen einen Baum gegurkt. Sie kennen das. Rainald Grebe hat es gesungen, ist schon 14 Jahre her. Nun gibt es einen neuen Brandenburg-Ohrwurm. Wir haben ihn am Mittwochabend bei Twitter durchgestochen. Es ist ein Wahlkampfsong der CDU für Ingo Senftleben, Spitzenkandidat zur Landtagswahl am 1.September, Slogan: „Ich bin Landei. Und das ist auch gut so.“

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Ja, es ist Ferienzeit, Sommerloch. Aber das Ding ging durch die Decke, deutschlandweit wurde berichtet. Warum? Die einen finden den Song total peinlich, die anderen in Ordnung.

Hören wir mal rein, Countrymusik, hier einige Passagen: „Wer macht auch die Bauern froh? Ingo, Ingo. Haut Verbrechern auf den Po? Ingo, Ingo. Wer schickt Wölfe in den Zoo? Ingo, Ingo.“ Dann der Refrain: „Wer wird fürs Land alles geben? Ingo Senftleben. Mit wem kann man auch mal einen heben? Ingo Senftleben.“ Und auch die Gurke darf nicht fehlen: „Neues für unser Land Brandenburg, SPD hat genug rumgegurkt. Rumgegurkt.“

Wer denkt sich das aus? Von der politischen Konkurrenz und auch sonst gab es viel Häme. „Früher war mehr Wahlkampf“, erklärte die SPD. Andere fanden, der Übergang von Politik zu Satire sei in der Mark fließen, die CDU jetzt eine Spaßpartei. Ein Nutzer schrieb in Anspielung auf den Youtuber Rezo, der die CDU ordentlich aufgemischt hat: „Ingo, du alter Zerstörer.“

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Andere fanden es witzig, mutig, endlich mal Selbstironie in der Politik, etwas, das „zwischen Gundermann und Öh La Paloma verortet sein dürfte. Das ist so schräg, das verdient Respekt“. Und Kollegen meinten: „Sie hatten mich bei: ,Mit wem kann man mal einen heben‘“.

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Besser hätte es für die CDU nicht laufen können. Der Song sollte angeblich nicht veröffentlicht werden. Der Landesgeschäftsführer habe ihn mit dem Chef einer Werbeagentur ausgeheckt, sagt der Parteisprecher: „Darin werden unsere Themen in lockerer und witziger Weise verpackt, das ist alles nicht so bierernst.“

Der Song sei nur für das eigene Team für die Wahlkampftour „Bock auf Brandenburg“ gedacht gewesen. Ein „richtiger Ohrwurm“, sagt der Sprecher. Besonders lustig werde es im Team bei „rumgegurkt“.

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Weitergegurkt wurde dann bei Radio Eins. Der RBB-Sender komponierte auf die Musik der CDU schnell einen Song für SPD-Landeschef und Ministerpräsident Dietmar Woidke – angeblich wegen der politischen Neutralität. War trotzdem lustig: „Wer steht jetzt ohne Lied da? Dietmar, Dietmar. Was reimt sich noch auf Dietmar Woidke? Dietmar Woidke. Heißt der nicht Dieter?“ Hach, Brandenburg. Wer erinnert sich noch an den wirklich peinlichen Schlager der Berliner CDU zur Abgeordnetenhauswahl 2016?

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Auch Woidkes Staatskanzlei mischte mit. „Für alle, die es musikalisch etwas stilvoller mögen“, heißt es im Tweet, es sollte ein kleiner Seitenhieb sein. Der Tipp der Staatskanzlei: Kulturministerin Martina Münch (SPD) wollte am Donnerstag das vom Land geförderte Musikfestival „Oper Oder-Spree“ eröffnen, gespielt werde Mozarts „Zauberflöte“ im Neuzeller Kloster-Kreuzhof vor „schicker BacksteINGOtik“.

Kleiner Wortwitz, Ingo und so. Geschenkt, dass sich die Staatskanzlei im Wahlkampf der Parteien ganz neutral zurückhalten muss.

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