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Warnstreik bei der Bahn : Chaos im Fern- und Nahverkehr - was Kunden jetzt wissen müssen

Noch den gesamten Montag über gibt es Störungen im Fern- und Regionalverkehr, die S-Bahn soll ab 14 Uhr wieder planmäßig fahren. Tickets bleiben länger gültig.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hat nach abgebrochenen Tarifgesprächen zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen.
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hat nach abgebrochenen Tarifgesprächen zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen.Foto: Marijan Murat/dpa

Böse Überraschungen für Fernreisende. Wegen des Warnstreiks der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG hat die Bahn den gesamten Fernverkehr bis neun Uhr eingestellt. Aber auch danach rechnet das Staatsunternehmen mit erheblichen Beeinträchtigungen. Wer kann, sollte daher seine Reise möglichst verschieben, rät die Bahn. Im Fernverkehr sollen alle für Montag gekauften Flextickets bis Sonntag gültig bleiben, Spartickets, die für Montag ausgestellt sind, sind auch morgen noch gültig, die Zugbindung entfällt. Fahrgäste im Fernverkehr können ihre Fahrkarten allerdings auch zurückgeben und bekommen den vollen Fahrpreis erstattet.  Informationen und Links zum Formular, um Entschädigungen zu beantragen, gibt es im Internet unter www.bahn.de. Reisende können sich mit Fragen auch an die telefonische Hotline 08000/996633 wenden. 

Wer am Montag dennoch seine Reise antritt und verspätet ankommt, kann die üblichen Entschädigungen verlangen. Bei einer Verspätung von einer Stunde gibt es 25 Prozent des Fahrpreises zurück, kommt der Zug mindestens zwei Stunden später an, sind es 50 Prozent.

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Warnstreiks bei der Deutschen Bahn: bundesweites Verkehrschaos
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Auch Einschränkungen und Zugausfälle in Berlin

Auch Berlin hat das Bahn-Chaos am Montag erreicht. Regionalzüge sollen erst ab Dienstag wieder nach Fahrplan fahren, die S-Bahn soll dagegen wieder ab 14 Uhr planmäßig unterwegs sein, vorher gab es Chaos. Etliche S-Bahn- und Regionalbahnlinien waren unterbrochen oder komplett eingestellt, darunter die Ringbahnlinien und die Stadtbahn. Mehrere Linien fuhren nur noch am Stadtrand bzw. außerhalb des S-Bahnrings (weitere Informationen auf der Webseite der S-Bahn). Zu allem Übel fiel am Morgen vorübergehend auch die Technik aus: "Im gesamtem Berliner S-Bahn-Netz sind die Lautsprecher ausgefallen. Es steht zur Zeit keine akustische Fahrgastinformation zur Verfügung", teilte die S-Bahn um kurz vor sieben Uhr auf Twitter mit. Knapp eine Stunde war das Problem behoben. Schon am Wochenende hatte es Probleme mit der Durchsageanlage gegeben.

Am Hauptbahnhof bildet sich am Morgen eine lange Schlange vor dem Infocenter der Bahn, Bahnmitarbeiter schenken Kaffee für die wartenden Reisenden aus. Auch hier rollen keine S-Bahn und kein Regionalzug. Die S-Bahn bittet Fahrgäste, auf U-Bahn, Busse und Straßenbahnen auszuweichen.

Doch auch bei der BVG macht sich der Streik bemerkbar: Busse besonders außerhalb des S-Bahnrings sind überfüllt, Fahrgäste müssen teilweise auf den nächsten Bus warten. Auch die U5 zwischen Lichtenberg und Hönow und U7 zwischen Rathaus Spandau und Rudow sind am Montagmorgen besonders voll, sagt BVG-Sprecherin Petra Reetz. Hier kommt es zu Verspätungen. Die U5 sei besonders stark frequentiert, weil die S-Bahn nur noch bis Lichtenberg fährt. Mitarbeiter der BVG unterstützen am Bahnhof Lichtenberg den Ein- und Ausstieg, damit die Züge abfahren können. Andere Linien seien weniger stark betroffen, weil kein Zustieg von der S-Bahn komme, so Reetz.

"Wir sind auch von dem Streik überrascht worden", sagt die Sprecherin. Die BVG bittet Fahrgäste, unbedingt mehr Zeit einzuplanen. "Mindestens eine halbe Stunde", so Reetz.

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