Berlin : Was Sabine Christiansen wirklich wichtig ist

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Wenn es um Kinder geht, kann Moderatorin Sabine Christiansen richtig temperamentvoll werden. Gerade hatte die „Bunte“ sie in der vergangenen Woche im Hotel de Rome mit dem Preis „Impression 2006“ als „wichtigste Frau des Jahres“ ausgezeichnet, da machte sie sich mit viel Verve stark für die Einführung eines Kinderbeauftragten bei der Bundesregierung. Dass der Tierschutz anders als der Kinderschutz im Grundgesetz verankert ist, ärgert sie offensichtlich über die Maßen. Am Ende entschuldigte sie sich dafür, dass sie die Preisverleihung für ein so heftiges Plädoyer genutzt hatte, das ihr in der eigenen Talkshow aus verständlichen Gründen versagt bleibt. Ausgezeichnet wurde sie nicht nur für ihre journalistischen Errungenschaften, sondern auch für ihr umfangreiches soziales Engagement unter anderem als deutsche Unicef-Botschafterin.

Vor einiger Zeit hat sie zusätzlich die Sabine-Christiansen-Kinderstiftung gegründet, die sich zurzeit vor allem um unbegleitete minderjährige Flüchtlinge kümmert. Es gibt bereits einen Fonds für Einzelfallhilfe, wenn zum Beispiel ein behinderter junger Asylbewerber ein Mobilitätstraining braucht oder wenn ein Anwalt oder eine Bahnfahrt bezahlt werden müssen. Die Stiftung will aber auch ein Netzwerk aufbauen, das es ermöglicht, mehr ehrenamtliche Vormünder für diese Jugendlichen auszubilden und miteinander zu vernetzen. Im Vorstand der Stiftung sitzt unter anderem die frühere Familienministerin Renate Schmidt . Dass ausländischen Kindern in Deutschland nicht die gleichen Rechte eingeräumt werden wie inländischen Kindern, ist zurückzuführen auf eine Vorbehaltserklärung der Bundesregierung bei der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention von 1989. Sabine Christiansen und ihre Mitstreiter sehen darin einen Widerspruch zum Grundgedanken der Kinderrechtskonvention. Bi

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