Berlin : Wasserpreise sinken geringfügig

Neue Tarife entlasten vor allem größere Haushalte

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Die Fachleute von SPD und Linkspartei/PDS haben sich am Montagabend auf ein neues Modell für die Wassertarife verständigt. Demnach wird es ab 1. Juli 2007, wie bundesweit üblich, einen Grund- und einen Arbeitstarif geben.

Im Ergebnis kann die große Mehrheit der privaten Haushalte mit etwas geringeren Wasserpreisen als 2006 rechnen. Das gilt vor allem für Haushalte ab zwei Personen. Auch kleine Gewerbetreibende können auf eine Entlastung hoffen. Nach dem neuen Modell, das die PDS-Fraktion möglicherweise schon heute und die SPD-Fraktion nach den Osterferien absegnen will, wird allerdings ein Teil der Single-Haushalte mehr bezahlen müssen. Das trifft in erster Linie Ein-Personen-Haushalte mit sehr geringem Wasserverbrauch. Die monatlichen Rechnungen würden in der Regel aber nur um 50 Cent bis einen Euro höher ausfallen, verlautete gestern.

Auf das neue Tarifmodell hatten die Unternehmensverbände gedrängt, um Berliner Wirtschaftsunternehmen mit hohem Wasserverbrauch zu entlasten. Auch das soll nun das Tarifsystem leisten, auf das sich die Wirtschafts- und Umweltexperten jetzt mit Wirtschaftssenator Harald Wolf (PDS) und den Wasserbetrieben geeinigt haben. Allerdings gilt dann auch für alle Kunden ein Anschluss- und Benutzerzwang.

Künftig ist es nicht mehr erlaubt, das Grundwasser anzuzapfen. Mit dieser Anschlusspflicht sichern sich die Wasserbetriebe einen kalkulierbaren Wasserverbrauch. Das wiederum hält die Wasserkosten und das zu entsorgende Abwasser stabil. Das neue Preismodell bringe den Wasserbetrieben 2007 keine zusätzlichen Einnahmen, wird versichert. Es soll zum 1. Juli wirksam werden. za

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