„Zwei Grad Wassertemperatur ist für Surfer kein Problem.“

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Wassersport in der City : Wellenreiten auf dem Flughafen Tempelhof

Der Erdaushub für den See soll im Herbst beginnen. Mit der gewonnenen Erde wird ein Weg angelegt, der die Rundung des Vorfelds weiterführt und die nördliche Landebahn quert. Der See soll das Regenwasser ökologisch filtern, damit es zum Sprengen oder für andere Nutzungen wiederverwendet werden kann. Eingeleitet wird das Regenwasser, das sich auf dem Gebäudedach und dem Vorfeld des ehemaligen Flughafens sammelt. Die Landebahnen entlassen ihren Wasserüberschuss einfach auf die angrenzenden Wiesen. Einen Fertigstellungstermin für das Becken gibt es noch nicht.

Parallel soll ein Teil des Nord-Süd-Radwegs angelegt werden, der das Gelände mittig durchschneidet. Schon im Frühjahr sollen schattenspendende Bäume gepflanzt und Bänke aufgestellt werden, für ältere Parkwanderer zum Verschnaufen.

Tempelhof-Schöneberg
Das Tempelhofer Feld auf dem ehemaligen Flughafengelände ist beliebt bei Radfahrern, Joggern und Freiluftspielern.Weitere Bilder anzeigen
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30.08.2011 11:48Das Tempelhofer Feld auf dem ehemaligen Flughafengelände ist beliebt bei Radfahrern, Joggern und Freiluftspielern.

Wiener und Nadol wollen nach der Absage aus Tempelhof das Wellenreiten nicht einfach bleiben lassen. „Das ist ein Top-Projekt“, sagt Arnd Wiener. Da sei schon schwer verständlich, warum es sich nicht schneller realisieren lasse. Man habe verschiedene Standorte in Berlin geprüft, sagt Wiener. Das Tempelhofer Feld sei einfach die beste Option, die zweitbeste der Olympiapark am Olympiastadion.

Da ist ja auch durchaus genug Platz. Und der Berliner Winter? „Zwei Grad Wassertemperatur ist für Surfer kein Problem.“ Nur wenn das Becken einfriert, liegt auch die Welle auf Eis.

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