Weg aus der Krise : Johanna-Eck-Schule bekommt Unterstützung

Engin Catik wird kommissarischer Leiter. Als erfahrener Berater kommt Stephan Zapfe aus der Lichtenrade Carl-Zeiss-Schule.

Die Johanna-Eck-Schule wird zur Gemeinschaftsschule erweitert.
Die Johanna-Eck-Schule wird zur Gemeinschaftsschule erweitert.Foto: Mike Wolff

Der angesehene Leiter der Lichtenrader Carl-Zeiss-Schule soll der angeschlagenen Tempelhofer Johanna-Eck-Schule aus der Krise helfen: Stephan Zapfe hat die Aufgabe übernommen, den neuen – noch kommissarischen – Schulleiter Engin Catik zu unterstützen. Dies teilte die Senatsverwaltung für Bildung am Mittwoch auf Nachfrage mit.

Catik hatte erst im Sommer die Stelle des Konrektors angetreten und war am 23. August als Schulleiter eingesprungen, nachdem seine Vorgängerin Mengü Özhan-Erhardt beurlaubt worden war. Der junge Pädagoge genieße „große Akzeptanz“ im Kollegium, heißt es. Daher wird damit gerechnet, dass er den Leitungsposten behält, der aber noch ausgeschrieben werden muss.

Wie berichtet hatte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) die Schulleiterin beurlaubt, nachdem die Schule personell nicht zur Ruhe kam: Erst verlor sie über 20 Lehrer sowie weiteres Personal, dann zog sich auch der freie Träger zurück, der die Sozialarbeit der Schule verantwortet hatte.

Zapfe leitet eine erfolgreiche Schule

Der Versuch der beiden Gesamtelternvertreterinnen, einen großen Protest gegen die Beurlaubung Özhan-Erhardts zu organisieren, scheiterte: Unterschriftenlisten der Schüler mussten zerrissen werden, weil sie unter dubiosen Umständen gesammelt worden waren. Zur Demonstration vor der Senatsverwaltung für Bildung am vergangenen Freitag kamen nur rund 15 bis 20 Teilnehmer.

Zapfe gilt als souverän und professionell. Seine große Sekundarschule gehört seit langem zu den am stärksten nachgefragten Berlins.

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