Wegen Bauarbeiten in Köpenick : Der RE1 fährt drei Wochen lang nicht in Berlin

Im April fällt der RE1 zwischen Erkner und Ostkreuz drei Wochen aus. Fahrgäste müssen in die S-Bahn umsteigen – und erheblich mehr Zeit einplanen.

Ein Zug der RE1 auf der Berliner Stadtbahn
Ein Zug der RE1 auf der Berliner StadtbahnFoto: Jochen Brockmann

Im April wird das neue Elektronische Stellwerk Berlin-Köpenick in Betrieb genommen, teilte die Bahn am Dienstag mit. Die Einschränkungen sind gravierend: Vom 4. bis 24. April ist für den Fern- und Regionalverkehr die Strecke zwischen Ostkreuz und Erkner ganz gesperrt.

Der RE1 pendelt zwischen Frankfurt (Oder) und Erkner. Hier müssen Reisende umsteigen in die S3 Richtung Berlin. Die Fahrzeit verlängert sich erheblich, auch durch den Fußweg zwischen den Bahnsteigen.

Besonders schlimm wird es in einigen Nächten und am 23. April tagsüber, denn dann wird auch die S3 eingestellt. In dieser Zeit müssen alle Fahrgäste in den Bus steigen. Konkret geht es um das Wochenende vom 3. bis 5. April, der Mittwoch, 22. April, am Abend von 19.30 Uhr bis 1.30 Uhr, und der Donnerstag, 23. April, von 8.30 Uhr bis 15 Uhr.

[In unseren Leute-Newslettern berichten wir wöchentlich aus den zwölf Berliner Bezirken. Die Newsletter können Sie hier kostenlos bestellen: leute.tagesspiegel.de]

Die Fahrgäste des Eurocity nach Warschau trifft es die ganzen drei Wochen hart: Der Schnellzug fährt nur noch ab Frankfurt, ab Berlin-Hauptbahnhof fahren Ersatzbusse, die unterwegs nicht halten. Die Fahrzeit verlängert sich dennoch von einer Stunde auf zwei Stunden. "Um die Auswirkungen für Pendler so gering wie möglich zu halten, finden die Bauarbeiten während der Osterferien statt", teilte die Bahn mit.

Bahnsteige seit 2017 geschlossen

"Es gibt kurzfristig Einschränkungen, damit es langfristig für die Fahrgäste besser wird", sagte Bahnchef Alexander Kaczmarek.

Das Elektronische Stellwerk (ESTW) ersetzt alte Technik und "sichert den zuverlässigen Betrieb auf dieser Strecke für die Zukunft".

Das neue Stellwerk ist Teil des Ausbaus der 85 Kilometer langen Strecke Berlin–Frankfurt (Oder), mit der vor Jahren begonnen wurde. Es ermöglicht zudem den geplanten Ausbau von Köpenick zum Regionalbahnhalt.

Die ruinösen Regionalbahnsteige in Karlshorst sind 2017 geschlossen worden, seitdem hält der RE1 nicht mehr zwischen Ostkreuz und Erkner. Zudem erlaubt die neue Technik "zuverlässige und leistungsfähige Verkehre zum zukünftigen Tesla-Standort Grünheide", wie die Bahn weiter mitteilte. In Grünheide zweigt ein Anschlussgleis nach Freienbrink ab, das Tesla nutzen wird.

Der neue Morgenlage-Newsletter: Jetzt gratis anmelden!