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Wetterumschwung : Es wird kalt und nass in Berlin

Eine Unwetterfront ist auf dem Weg nach Berlin. Am Nachmittag werden starker Wind und Schauer erwartet. Auch in den nächsten Tagen macht sich der Sommer rar.

Erik Milas
Der Donnerstag begann mild, später wird man aber wohl Regenschirm und Jacke brauchen.
Der Donnerstag begann mild, später wird man aber wohl Regenschirm und Jacke brauchen.Foto: dpa

Am frühen Abend kam doch noch die Sonne raus, die Fête de la Musique musste doch nicht ins Wasser fallen. Nur einige Stunden zuvor sah es noch danach aus. Gegen 13 Uhr pusteten starke Böen begleitet durch Regenschauer durch die Straßen.

Im Nord-Osten war am Mittag schon eine Wolkenwand über dem Teufelsberg zu erkennen. Dunkle Schatten unter den Wolken kündigten eine Kaltfront an, die viel Regen und starken Wind nach Berlin bringen sollte.

Friedrich Föst von der Wettermanufaktur Berlin warnt vor dem überraschenden Wetterwechsel: "Durch die aktuell sehr warme Luft in Berlin kann es zu starken Böen mit 70 bis 85 Kilometern pro Stunde kommen." Im Stadtgebiet hätte sich das Ganze noch zuspitzen können, Windgeschwindigkeiten bis zu 100 Stundenkilometern waren zu erwarten gewesen. Doch dazu kam es letztlich nicht.

Sollte Fête de la Musique ins Wasser fallen?

Nach den ersten Schauern klärte sich der Himmel gegen 14.30 Uhr zunächst auf und das Wetter wurde kurzzeitig freundlicher. Es stand aber zu befürchten, dass die Kaltfront gegen 16 Uhr "Schauerstaffeln und Winde mit einer Windstärke auf der Beaufortskala zwischen 8 und 9" mit sich bringt. Das entspräche 60 bis 90 Stundenkilometern. Besucher der zur Fête de la Musique sollten an Regenschirm und Jacke denken.

Doch dann brach die Sonne gegen 17 Uhr wieder durch, das von Friedrich Föst beschriebene "Worst-Case-Szenario" ist nicht eingetreten. Autobesitzer sollten trotzdem darüber nachdenken, ihre Wagen nicht direkt unter Bäumen zu parken, da Äste abbrechen können.

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Und wann kommt der Sommer zurück? In den kommenden Tagen bleibt das Wetter erstmal kühl und wechselhaft. "Es wird sich herbstlich anfühlen", beschreibt Friedrich Föst. Aber es gibt Hoffnung: Im Laufe der nächsten Woche sollen die Temperaturen unter Hochdruckeinfluss wieder steigen.

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