Wie sich das Coronavirus auf Berlin auswirkt : Tourismus-Vermarkter rechnen mit weniger Besuchern aus China

Die Zahl chinesischer Berlinbesucher könnte sich zeitnah um die Hälfte reduzieren, prophezeit VisitBerlin.

Rund 300.000 Touristen aus Fernost zählte Berlin von Januar bis Oktober 2019.
Rund 300.000 Touristen aus Fernost zählte Berlin von Januar bis Oktober 2019.Foto: imago/Schöning

Der Chef von Berlins Tourismus-Organisation VisitBerlin, Ralf Ostendorf, rechnet wegen des Coronavirus in den kommenden Wochen mit einem deutlichen Rückgang bei Besuchern aus China. „Bei den Januar-Zahlen dürften wir noch keine großen Auswirkungen spüren, die großen Einbrüche werden im Februar, März und auch noch April kommen“, sagte er. Es sei mit einem Rückgang um 50 Prozent bei Besuchern aus China zu rechnen.

Rund 300.000 Übernachtungen dieser Gruppe verzeichnete VisitBerlin zwischen Januar und Oktober des vergangenen Jahres. Damit machen sie nur einen relativ kleinen Teil des Berlin-Tourismus aus. Allein im ersten Halbjahr 2019 registrierte die Hauptstadt Daten der Senatsverwaltung zufolge rund 16,1 Millionen Übernachtungen.

Fruchtmesse und Geschäfte befürchten Einbuße

Viele Reisegesellschaften und Fluggesellschaften haben den Verkehr nach China eingestellt. Das Land hatte vor einigen Tagen zudem jegliche Gruppenreisen untersagt.

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Auch die Berliner Fruchtmesse Fruit Logistica, die in dieser Woche stattfand, bekam die Auswirkungen von Corona zu spüren: Zahlreiche chinesische Aussteller hatten ihre Teilnahme abgesagt. Im Lichtenberger Dong Xuan Center wollen Händler einen Kundenrückgang bemerkt haben - obwohl die meisten Läden dort von vietnamesischstämmigen Inhabern geführt werden. dpa

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