Wohnhochhaus am Alexanderplatz : Höher wohnen in Berlin

Mit 150 Metern deutlich höher als das "Park Inn"-Hotel: Das höchste Wohnhochhaus Berlins hat die Baugenehmigung des Bezirks Mitte erhalten.

Neue Nachbarn: Nur der Fernsehturm ist noch höher als das geplante Wohnhochhaus "Alexander".
Neue Nachbarn: Nur der Fernsehturm ist noch höher als das geplante Wohnhochhaus "Alexander".Foto: Promo/Manuel Frauendorf/Finest-Images/Ortner & Ortner

Seit den neunziger Jahren debattieren Stadtplaner und Investoren über neue Hochhäuser am und auf dem Alexanderplatz. Nun ist es so weit: Mit dem „Alexander“ der russischen MonArch Gruppe erhielt das dann höchste Wohnhochhaus Berlins jetzt die Baugenehmigung des Bezirks Mitte. Das erfuhr der Tagesspiegel beim Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, Soziales und Gesundheit, Ephraim Gothe.

Der Turm wird neben dem Kaufhaus Alexa stehen und das „Park Inn“ (125 Meter) deutlich überragen. Über eine Ergänzung des Hotels durch zwei weitere Hochhäuser wurde mit Blick auf Höhenbeschränkungen zuletzt intensiv verhandelt. Während diese Türme auf 130 Meter begrenzt werden sollen, dürfen die Baukräne den „Alexander“ auf 150 Meter Höhe bringen. Sozialwohnungen wird es in dem 35-stöckigen Bau mit vier Kellergeschossen und einem Gebäudesockel für Gewerbeflächen nicht geben. Berlins Bausenatorin Katrin Lompscher (Linke) lehnte entsprechende Angebote der Investoren ab, die im Gegenzug mehr Wohnfläche – für hoch- und niedrigpreisige Angebote – schaffen wollten. Nun wurde eine Geschossfläche von 42 000 Quadratmetern bewilligt, gegenüber zwischenzeitlich beantragten 48 500 Quadratmetern.

Die Preise liegen bei 6000 Euro pro Quadratmeter aufwärts

Die Deckenhöhen der insgesamt 377 Wohnungen liegen zwischen circa 3,20 und 3,40 Metern, in den drei oberen Ebenen bei circa 4,30 Metern. Nach Angaben des Exklusivvermarkters Bewocon (Berliner Wohnbau Consult GmbH) liegen Anfragen aus Europa, Südamerika, USA und Asien vor. Und natürlich aus Deutschland: Rund 500 Reservierungswünsche kommen aus der Hauptstadt. Reserviert wurde jedoch noch nichts, weil bislang die Baugenehmigung fehlte. Ob es öffentlich zugängliche Bereiche geben wird, ist noch unklar. „Eventuell Restaurants und Sporteinrichtungen“, sagte Bewocon-Gründer und Geschäftsführer Karl Zeller.

Mit einem Baustart ist im Frühjahr zu rechnen, mit der Fertigstellung etwa im Sommer 2021. Die Preise: ab 6000 Euro pro Quadratmeter aufwärts.

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