"Berliner Gedenktafel-Programm" : Erinnerungen in Porzellan

Die GASAG engagiert sich beim „Berliner Gedenktafel-Programm“.  Es würdigt Menschen, die mit der Stadt eng verbunden waren

Gesellschaftliches Engagement durch Sponsoring und Spenden ist heute wichtiger denn je. Denn ohne finanzielle Zuwendungen würden viele Bereiche der Gesellschaft schlichtweg zusammenbrechen. Für die GASAG ist es deshalb selbstverständlich, kulturelle, sportliche und soziale Projekte nach besten Kräften zu fördern. Ein schönes Beispiel dafür ist der jüngste Entschluss des Traditionsunternehmens, die Finanzierung von zehn Porzellantafeln im Rahmen des „Berliner Gedenktafel-Programms – Eine Stadt erinnert sich“ zu übernehmen.

Gasag - Gedenktafel Drewitz
Persönlichkeiten und Orte unvergessen zu machen – das ist Ziel der Berliner Gedenktafeln. Über die Aufnahme in das Programm...Historische Kommission zu Berlin e.V.

Die Tafeln und ihre Stifterin haben dabei eines gemeinsam: Die enge Verbundenheit mit der deutschen Hauptstadt, die bei der GASAG inzwischen 160 Jahre zurückreicht. Und auch die bisher rund 360 Tafeln erinnern vor allem an Menschen, die eine ganz besondere Beziehung zu Berlin hatten.
Initiiert wurde das Gedenktafel-Programm 1987 im Vorfeld der 750-Jahrfeier der Stadt; heute wird es von der Historischen Kommission zu Berlin betreut.

Noch immer werden die Porzellantafeln nach dem prämierten Entwurf des Grafikdesigners Wieland Schütz aus dem Jahr 1984 exklusiv von der Königlichen Porzellan Manufaktur (KPM) angefertigt. Ihm hatte das Preisgericht unter Vorsitz von Professor Karl Bröhan – dem Begründer des gleichnamigen Museums – seinerzeit einstimmig den ersten Preis zuerkannt.

In der Begründung der Jury hieß es unter anderem, „die Schlichtheit der Tafel erlaube eine Anbringung an jede Architektur“. Das werden all diejenigen bestätigen können, die einmal eine der Erinnerungstafeln gesehen haben: Das weiße Porzellan mit der blauen Aufschrift und dem charakteristischen KPM-Zepter ist in der Tat zeitlos.

Einige Tafeln zeichnen sich durch Details und Besonderheiten aus

Wieland Schütz wirkt auch weiterhin bei der Gestaltung jeder einzelnen Tafel mit, um die künstlerisch beste Lösung zu finden. So wurde beispielsweise für das Gedenken an polnische Zwangsarbeiter das Schriftbild erstmals zweisprachig gestaltet. Und beim Komponisten Walter Jurmann ranken sich die ersten Takte von „Veronika, der Lenz ist da…“ über das Porzellan.

Kulturstaatssekretär André Schmitz freut sich sichtlich über die Unterstützung aus der Wirtschaft: „Das Engagement der GASAG trägt dazu bei, dass die Berliner Geschichte mit ihren vielen herausragenden Persönlichkeiten im Denken und Erleben der Menschen präsent bleibt“, sagt er – und hofft, dass nun weitere Firmen dem Beispiel des Erdgasversorgers folgen.

Bis die GASAG-Tafeln schließlich Hauswände schmücken, wird es zwar noch ein wenig dauern. Doch die „Wunschliste“ des Unternehmens mit zehn ausgewählten Persönlichkeiten steht schon fest. Es sind Menschen, die alle auf ihre ganz besondere Weise zur Geschichte Berlins gehören: Adelbert von Chamisso, Marlene Dietrich, Albert Einstein, Wilhelm Foerster, Walter Gropius, Adolf von Harnack, Ludwig Marcuse, Lina Morgenstern, Carl von Ossietzky, Max Reinhardt.

Ob an sie durch eine Gedenktafel erinnert wird, hängt auch davon ab, ob der jeweilige Hauseigentümer einverstanden ist. Erst dann kann mit der Herstellung begonnen werden. Auf die schönen „Erinnerungsstücke“ freuen darf man sich aber schon heute.