180 Rettungsmissionen pro Tag : ADAC-Hubschrauber flogen wegen Hitzewelle deutlich mehr Einsätze

Die Hitze Ende Juli hat einige Menschen in lebensbedrohliche Situationen gebracht. Das zeigt sich auch in Rekordzahlen der ADAC-Luftrettung.

ADAC-Hubschrauber
ADAC-HubschrauberFoto: Mike Wolff

Die extreme Hitze hat auch bei den Luftrettern des ADAC für Hochbetrieb gesorgt. Im Juli flog die gemeinnützige ADAC Luftrettung bundesweit 5555 Einsätze, wie ein Sprecher in München mitteilte. Damit rückten die Rettungshubschrauber täglich rund 180 Mal Einsätzen aus.

Das war durchschnittlich rund 20 Prozent häufiger als an anderen Tagen im Jahr mit rund 150 Einsätzen am Tag. Bei jedem zweiten Einsatz sei es um einen internistischen Notfall gegangen, etwa akute Herz-Kreislaufprobleme.

Die meisten Rettungseinsätze in diesem Jahr flogen die Helfer am 24. Juli. An diesem Tag mussten die Crews aus Pilot, Notarzt und Notfallsanitäter bundesweit 203 Mal ausrücken. Vom 24. bis 26. Juli war es laut Deutschem Wetterdienst extrem heiß, teils wurden über 40 Grad gemessen.

Die Zahl der Luftrettungseinsätze lag in diesem Juli noch über der vom Vorjahr. Auch im extrem heißen Juli 2018 war die ADAC Luftrettung bereits überdurchschnittliche 5507 Mal ausgerückt. Insgesamt startete die ADAC Luftrettung mit ihren Rettungshubschraubern an 36 Luftrettungsstationen 2018 zu mehr als 54.300 Einsätzen.

Die ADAC-Station mit den meisten Einsätzen an einem Tag war im Juli Berlin: Der Hubschrauber „Christoph 31“ brachte es am 4. Juli auf 13 Einsätze an einem Tag; er war von morgens 7 Uhr bis zum Sonnenuntergang pausenlos im Einsatz. 70 Prozent der Notfälle waren akute Herz-Kreislauferkrankungen.

Am Donnerstag hatte der Deutsche Wetterdienst eine Analyse der Hitzewelle Ende Juli veröffentlicht. Demnach war sie heftiger als bisher bekannt. Die extreme Hitze sei ein Zeichen dafür, dass der Klimawandel Fahrt aufgenommen habe, analysierten die DWD-Meteorologen. (dpa/tsp)