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81-Jährige fährt in Menschenmenge : Zwölf Menschen in Essen verletzt – drei davon lebensgefährlich

Eine 81 Jahre alte Frau ist in Essen ungebremst in eine Menge gefahren. Die Polizei geht von einem Unfall aus. Großes Lob bekommen die Ersthelfer.

Der Pkw einer Seniorin steht nahe einer Straßenbahn-Haltestelle, nachdem die 81-Jährige in eine Menschenmenge gefahren war.
Der Pkw einer Seniorin steht nahe einer Straßenbahn-Haltestelle, nachdem die 81-Jährige in eine Menschenmenge gefahren war.Foto: Stephan Witte/KDF-TV & Picture/dpa

An einer Straßenbahn-Haltestelle in Essen ist am Samstag eine Seniorin mit ihrem Auto in eine Gruppe Menschen gefahren. Dabei wurden zwölf Menschen verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich. Ihr Zustand sei weiter unverändert, sagte ein Polizeisprecher am Sonntag. Wie es zu dem Vorfall kommen konnte, war zunächst unklar. Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von einem Unfall aus.

Ursache des Unfalls in Essen noch unklar

Gegen 17.15 Uhr stiegen gerade mehrere Menschen an der Haltestelle Gervinusstraße aus der Straßenbahn aus oder ein, als der silberfarbene Wagen der 81-Jährigen offenbar ungebremst in die Menge fuhr. Elf Verletzte kamen ins Krankenhaus, unter ihnen auch die Fahrerin und ihr Beifahrer, ein ebenfalls älterer Mann.

Zahlreiche Passanten hätten sich bereits um die Menschen gekümmert, ehe Notärzte und Sanitäter die Versorgung übernahmen. „Es hatten wirklich alle Verletzten jemanden an ihrer Seite, das war ganz vorbildlich“, sagte ein Feuerwehrsprecher. „Oft hilft es ja schon, wenn jemand dem Verletzten einfach gut zuredet.“

Die Haltestelle befindet sich nach Polizeiangaben in der Mitte der Straße, so dass die Fahrgäste die Fahrbahn überqueren müssen. Für die nachfolgenden Autos gebe es dort eine Ampel. Zu den Umständen des Unfalls machte die Polizei zunächst keine weiteren Angaben. Anfang der Woche wolle man die Ermittlungen zur Unfallursache fortsetzen, sagte ein Sprecher. Die Fahrerin selbst habe man zunächst noch nicht vernehmen können.

76-Jähriger verursacht Unfall mit drei Toten in Sachsen

Schwere Verkehrsunfälle, an denen Senioren beteiligt sind, kamen in den vergangenen Jahren immer wieder vor. Ebenfalls am Samstag ereignete sich ein schwerer Unfall in Sachsen, bei dem drei Autoinsassen im Alter von 69, 71 und 72 Jahren starben. Der 76 Jahre alte Fahrer des Wagens war auf einer Bundesstraße in den Gegenverkehr geraten und hatte dort mit seinem Fahrzeug drei Autos gerammt, wie die Polizei am Samstag mitteilte. Der Fahrer überlebte den Unfall nahe Delitzsch schwer verletzt.

In Thüringen prallte im November ein 81-Jähriger mit seinem Auto frontal gegen einen Schulbus, nachdem er aus ungeklärten Umständen auf die Gegenfahrbahn geraten war. Dabei wurden der Fahrer und seine 73 Jahre alte Beifahrerin schwer verletzt, zwei Jugendliche in dem Schulbus erlitten leichte Verletzungen. (dpa)